Vom 13. bis 15. Januar 2026 präsentiert Plasmatreat in Nürnberg verschiedene Verfahren zur Vorbehandlung metallischer Bauteile. Im Mittelpunkt stehen Lösungen, die Metalloberflächen für nachgelagerte Prozessschritte stabil und reproduzierbar vorbereiten. Dazu gehören Openair-Plasma zur chemiefreien Reinigung, das neue HydroPlasma-Verfahren zur Entfernung organischer und anorganischer Rückstände sowie PlasmaPlus-Beschichtungen für funktionale Oberflächenschichten.
HydroPlasma: Rückstandsarme Reinigung ohne Zusatzchemie
HydroPlasma verbindet die physikalische Wirkung von Atmosphärendruckplasma mit ionisiertem Wasser. Die entstehenden reaktiven Spezies lösen unterschiedliche Verunreinigungen und wandeln sie in lösliche oder gasförmige Komponenten um. Auf dem Messestand zeigt die PTU-Zelle Typ 1212, wie Bauteile damit direkt im Prozess gereinigt werden können. Der Ansatz zielt insbesondere auf Anwendungen, in denen konventionelle nasschemische Verfahren an ihre Grenzen stoßen.
Live-Demonstrationen: Feinstreinigung und Analytik
An einem Demonstrationstisch werden Aluminium- und Magnesiumproben behandelt. Besucher können beobachten, wie die Plasmareinigung Benetzung und Haftung verbessert. Ergänzend zeigt Plasmatreat Methoden zum Nachweis der Plasmabehandlung, darunter ein Testfluid für die schnelle Bewertung der AntiCorr-Beschichtung. Dieses ermöglicht innerhalb kurzer Zeit visuelle und auswertbare Ergebnisse und erleichtert die Prozesskontrolle.
Openair-Plasma: Chemiefreie Alternative zur Nassreinigung
Trennmittel, Schneidöle und Ziehfette erschweren häufig die Weiterverarbeitung metallischer Komponenten. Openair-Plasma entfernt solche organischen Rückstände lediglich mit Druckluft und elektrischer Energie. Die Technologie arbeitet selektiv, inlinefähig und ohne zusätzliche Reinigungsmedien – ein Vorteil für ressourcenschonende und stabile Prozessketten.
PlasmaPlus AntiCorr: Selektiver Korrosionsschutz
Für den Aufbau funktionaler Schichten setzt Plasmatreat auf PlasmaPlus. Durch Zuschalten eines Präkursors entsteht eine ultradünne Beschichtung, die je nach Formulierung unterschiedliche Aufgaben übernimmt. Die AntiCorr-Variante dient als Barriere gegen Unterwanderungskorrosion, beispielsweise unter Dichtungen von Gehäusen und elektronischen Baugruppen. Die selektive Inline-Applikation reduziert Materialverbrauch, Logistikaufwand und Prozesskosten.


