FreiLacke: Produktionshygiene für ETL-Anlagen

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Rohrleitungen, Spülzonen und Beschichtungsbecken vor Bakterien zu schützen ist nicht einfach. Lösemittelfreie Lacke erfordern eine gründlichere Anlagenreinigung. FreiLacke hat dazu Empfehlungen erarbeitet.

 

Damit Biofilme, Verkrustungen, Anhaftungen oder sonstige Rückstände an den Wandungen der Spülzonen oder im ETL-Becken den Beschichtungsprozess nicht stören oder gar zu Produktionsausfall führen, ist eine grundlegende Produktionshygiene unabdingbar. Da moderne Lacksysteme das Bakterienwachstum begünstigen könnten, empfiehlt FreiLacke eine Grundreinigung, Zwischenreinigung sowie kontinuierliche Maßnahmen.

Anlagenreinigung eimal im Jahr

Nach der Empfehlung des Lackherstellers sollte einmal pro Jahr eine komplette Anlagenreinigung durchgeführt werden. Dabei wird das ETL-Becken in den Gegenbehälter gepumpt und das Becken von Schlamm, Rückständen und sonstigen Verunreinigungen befreit. Die Spülzonen werden abgelassen und mittels geeigneter Verfahren wie zum Beispiel Hochdruck-Reiniger, intensiv von Verkrustungen und Rückstände befreit. Von Wichtigkeit ist die anschließende Konservierung mittels geeigneter Biozide.

Mechanische und chemische Zwischenreinigung

Im Jahresverlauf und unabhängig von der Grundreinigung empfiehlt es sich, bereits früh und vorbeugend Maßnahmen zur Anlagenhygiene zu ergreifen. FreiLacke schlägt vor, die UF-Spülzonen im regelmäßigen Intervall abzulassen und zu reinigen. Hierbei sollten auch der Spültunnel sowie die Auffangwannen der Spülzonen intensiv mechanisch und anschließend chemisch behandelt werden. Das Intervall richtet sich nach dem Grad der Produktionsauslastung, dem Alter der Anlage und des allgemeinen Verschmutzungsgrades. Bei vielen Kunden habe sich ein bis dreimonatiger Rhythmus bewährt, so das Unternehmen.

Kontinuierliche Maßnahmen durchführen

Da es trotz aller Maßnahmen zu einem Befall durch Bakterien kommen kann, sollten die Badwerte täglich bestimmt werden. Zur wöchentlichen Routine gehört ebenfalls die Überwachung der Bakteriensituation mittels geeigneter Tauch- und Schalen-Nährböden. DipSlides haben sich hier bewährt, sie bieten eine einfache Handhabung und ein breites Erfassungsfeld an Bakterien. Die Beprobung sollte mindestens im Lackbecken, im Ultrafiltrat sowie in der letzten Spüle vor dem ETL stattfinden.

Moderne Lacksysteme enthalten deutlich weniger Lösemittel

Neue, umweltfreundlichere Lacksysteme enthalten deutlich weniger Lösemittel und können daher anfälliger für Bakterienwachstum sein. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass oft die Ultrafiltratspülzonen und VE-Spülzonen vor dem ETL der Startpunkt von Bakterienbefall war. Eine wöchentliche Konservierung der UF-Spülzonen kann zu einer deutlichen Verlängerung der Standzeit der ETL-Becken führen und einem schnellen Befall vorbeugen.

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