In der Herstellung von Fensterprofilen müssen unterschiedliche Materialien wie PVC, Polypropylen, Holz-Kunststoff-Verbundstoffe oder Aluminium sicher miteinander verbunden werden. Zugleich steigen die Anforderungen an Prozesssicherheit, Qualität und Wirtschaftlichkeit. Klassische Vorbehandlungen wie nasschemische Verfahren oder Primer stoßen dabei zunehmend an Grenzen – etwa durch Emissionen, Lösemittel, Trocknungszeiten oder regulatorische Vorgaben.
Druckluft und elektrische Energie als Basis
Die Openair-Plasma-Technologie arbeitet auf Basis von Druckluft und elektrischer Energie. Die atmosphärische Plasmabehandlung reinigt und aktiviert Oberflächen inline und ohne Chemikalien. Organische Verunreinigungen werden entfernt, die Oberflächenenergie wird gezielt erhöht und die Benetzbarkeit verbessert. Dadurch lassen sich Folien, Lacke und Klebstoffe auch auf niederenergetischen Substraten dauerhaft haftfest applizieren.
Das Verfahren ist trocken, lösemittelfrei und flexibel in bestehende Extrusions- und Weiterverarbeitungslinien integrierbar. Es eignet sich unter anderem für die Profilummantelung, die Lackierung von Kunststoff- und Metallprofilen sowie für Spacer-Profile und Direktverglasungen. Bei der Verklebung mit 1K-PU-Klebstoffen erfolgt die Aktivierung unmittelbar vor dem Auftrag, was eine reproduzierbare Haftfestigkeit ermöglicht.
RAL-Gütesicherung kann erreicht werden
Unter Verwendung geeigneter Klebstoffe können die Anforderungen der RAL-Gütesicherung erreicht werden. Messungen sowie Thermolyse- und Hydrolysetests zeigen Haftwerte, die mit klassischen Primerprozessen vergleichbar sind – bei reduziertem Prozessaufwand und ohne chemische Verbrauchsstoffe.
Auf der Fensterbau Frontale demonstriert Plasmatreat die Technik live. Besucher können die Aktivierung verschiedener Kunststoffe vor Ort verfolgen und die Erhöhung der Oberflächenenergie direkt nachweisen. Das Unternehmen hat seinen Stand in Halle 3, Stand 150.


