Mit Bonderite C-AD 20202 schließt Henkel eine Lücke im Bereich der Tauchentfettung. Während Niedrigtemperatur-Lösungen für die Sprühentfettung bereits etabliert sind, ermöglicht das neue Tensid nun auch im Tauchprozess eine Absenkung der Badtemperatur von den üblichen 60 bis 65 °C auf etwa 35 bis 40 °C.
Gerade für komplexe Geometrien, Hohlräume und schwer zugängliche Bereiche ist die Tauchentfettung unverzichtbar. Da hier die mechanische Unterstützung geringer ist, kommt der chemischen Leistungsfähigkeit eine zentrale Rolle zu.
Bis zu 35 °C weniger Prozesstemperatur
Durch die reduzierte Badtemperatur lassen sich Energieverbrauch und CO₂-Emissionen deutlich senken. Laut Henkel ist eine Temperaturabsenkung um bis zu 35 °C möglich. Sind warme Spritzstufen vorgeschaltet, kann die Beheizung der Tauchentfettung unter Umständen vollständig entfallen.
Das Produkt ist als Drop-in-Lösung konzipiert und ersetzt bestehende Tauchtenside - zusätzliche Investitionen in Anlagentechnik sind nicht notwendig. Wasserbruchtests bestätigen eine vollständige Benetzung der Oberfläche und schaffen optimale Voraussetzungen für nachfolgende Prozesse wie Phosphatierung oder Nanobeschichtung.
Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit kombiniert
Der Chemikalienverbrauch entspricht in etwa dem bisher eingesetzten Tensid, sodass Beschaffung und Lagerhaltung unverändert bleiben. Erste Anwendungen in der Automobilindustrie sowie im Maschinen- und Anlagenbau zeigen stabile Reinigungsergebnisse – auch bei anspruchsvollen Medien wie nicht wassermischbaren Tiefzieh-Ölen.


