Der Unternehmensbereich Intermediates der BASF baut die Produktionsmengen für 1,4-Butandiol (BDO) in Ludwigshafen aus. Ziel ist eine stabile und zuverlässige Belieferung europäischer Kunden – insbesondere vor dem Hintergrund aktueller Marktverwerfungen wie dem jüngsten BDO-Antidumpingverfahren. Für die Hersteller von Industrie- und Korrosionsschutzbeschichtungen dient 1,4-Butandiol als Ausgangsstoff für Polyurethane und Polyesterharze. Die Verfügbarkeit dieses zentralen Rohstoffes hat direkte Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und Versorgungssicherheit in der Beschichtungsbranche.
Durch die integrierte Verbundstruktur am Standort erhöht BASF die Verfügbarkeit zentraler Derivate wie Tetrahydrofuran (THF), Polytetrahydrofuran (PolyTHF) und N-Methyl-2-pyrrolidon (NMP). Diese sind wichtige Ausgangsstoffe für Polymere, Lösungsmittel, Elastomere und weitere Hochleistungsmaterialien.
Integrierte Wertschöpfungskette als Resilienzfaktor
Mit der Erhöhung der BDO-Produktion setzt BASF auf regionale Produktionskapazitäten und eine durchgängige Acetylen-Wertschöpfungskette. Dies soll die Resilienz nachgelagerter Märkte erhöhen und eine verlässliche Produktionsplanung für Kunden ermöglichen. BDO ist ein zentrales Zwischenprodukt für zahlreiche Industrien wie etwa der Automobiltechnik, Textilä und Pharma und der Herstellung von Konsumgütern. BASF betreibt BDO-Anlagen in Ludwigshafen (Deutschland) und Geismar. Louisiana (USA).
Nachhaltigere BDO-Varianten im Portfolio
Parallel zum Produktionsausbau entwickelt BASF ihr Portfolio an nachhaltigeren Lösungen weiter. Dazu zählen biomassenbilanzierte (BMB) Varianten von BDO, THF und PolyTHF, die fossile Rohstoffe einsparen und den Product Carbon Footprint (PCF) reduzieren. Die Produktion im integrierten Verbund ermöglicht zudem kürzere Transportwege und eine effizientere Nutzung von Energie- und Stoffströmen – ein weiterer Beitrag zur Senkung von Emissionen entlang der Wertschöpfungskette.


