32. Stuttgarter Branchentreff beleuchtet Korrosionsschutz und KI in der Oberflächentechnik

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Beim kommenden Branchentreff „Farbe – Lack – Oberfläche“ am 21. Mai in Stuttgart stehen zwei praxisnahe Themen im Mittelpunkt: temporärer Korrosionsschutz für unbeschichtete Metallbauteile sowie der nutzbare Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Forschung und Entwicklung.

Unbeschichtete Bauteile in Zwischenlagerung, Multimetall-Korrosion und Datenstrukturen für KI-Anwendungen: Der Branchentreff greift aktuelle Fragestellungen aus Vorbehandlung, Beschichtung und digitaler Entwicklungspraxis auf.

Unter dem Titel „Von Flugrost bis Multimetall-Korrosion: Warum unbeschichtete Bauteile Ihre Prozesskette bedrohen (und smarte Additive sie retten)“ sprechen Dr. Marko Soltau, Leiter Forschung und Entwicklung bei Straetmans High Tac, und Benjamin Traxel, Technischer Vertriebsleiter des Unternehmens. Im Mittelpunkt steht der temporäre Korrosionsschutz für metallische Bauteile, die nach der Bearbeitung zunächst unbeschichtet gelagert werden, bevor sie in nachfolgende Prozessschritte wie die Beschichtung gelangen.

Temporärer Korrosionsschutz in der Prozesskette

Der Vortrag beleuchtet typische Risiken in der Vorbehandlung und Zwischenlagerung. Dazu zählen Flugrost, Korrosion bei unterschiedlichen Metallsubstraten sowie Anforderungen an Schutzsysteme, die nachfolgende Beschichtungsprozesse nicht beeinträchtigen dürfen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf praxisnahen Vorgaben der Bahn-Norm DBS sowie auf Schutzalternativen für gestrahltes Aluminium. Damit adressiert der Beitrag eine Schnittstelle, die für Qualität, Haftung und Prozesssicherheit in der Oberflächentechnik relevant ist.

Strukturierte Daten als Grundlage für KI

Ein zweiter Vortrag widmet sich dem Einsatz Künstlicher Intelligenz in Forschung und Entwicklung. Dipl.-Inform. (FH) Mike Bach, CEO der Prisma Gesellschaft für angewandte Informatik, spricht zum Thema „KI ist nicht das Problem – warum F&E oft an der eigenen Datenstruktur scheitert“.

Der Beitrag ordnet ein, was KI heute leisten kann, wo ihre Grenzen liegen und weshalb Anwendungen in der Praxis häufig hinter den Erwartungen zurückbleiben. Im Fokus steht dabei nicht die KI-Technologie selbst, sondern die Qualität und Struktur von Daten und Wissen. Anhand praxisnaher Beispiele soll gezeigt werden, wie strukturierte Wissensmodelle dazu beitragen können, Entwicklungs-, Analyse- und Entscheidungsprozesse belastbarer zu unterstützen.

Wissenstransfer für Lack- und Oberflächentechnik

Mit der Kombination aus Korrosionsschutz, Vorbehandlung und Digitalisierung greift der Branchentreff Themen auf, die für Lackhersteller, Beschichter, Rohstoffanbieter, Anlagen- und Prozessverantwortliche gleichermaßen relevant sind. Der fachliche Schwerpunkt liegt auf konkreten Fragestellungen aus der industriellen Praxis: Wie lassen sich unbeschichtete Bauteile in Wartezeiten zuverlässig schützen? Und welche Voraussetzungen müssen Unternehmen schaffen, damit KI in Forschung und Entwicklung mehr als ein Schlagwort bleibt?

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