Wenglor bringt mit dem P2PY111 einen Lichtlaufzeitsensor auf den Markt, der speziell für hygienisch anspruchsvolle Anwendungen in der Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie ausgelegt ist. Der Laserdistanzsensor arbeitet nach dem Time-of-Flight-Prinzip und ist für Mess- und Detektionsaufgaben in Bereichen konzipiert, in denen Reinigbarkeit, Materialbeständigkeit und eine zuverlässige Objekterkennung gefordert sind.
Der Sensor verfügt über ein Edelstahlgehäuse in spaltfreiem Design. Dadurch sollen sich Verschmutzungen im Gehäusebereich nicht festsetzen. Wenglor setzt zudem auf die eigene wintec-Technologie, die interferenzfrei arbeitet. Der P2PY111 eignet sich damit auch für den Einsatz direkt über offenen Lebensmitteln sowie in pharmazeutischen Anwendungen.
Ausgelegt für hygienische Umgebungen
Nach Angaben zur Ausführung wurde jedes Detail auf den Einsatz in Hygienebereichen abgestimmt. Dazu zählen eine dauerhaft gut lesbare Beschriftung durch direkte Belaserung, ein spezielles TPE-Kabel, eine Teach-in-Taste aus FDA-konformem Silikon sowie eine unverlierbare Optikscheibe aus PMMA. Der Kabelanschluss ist mit einer IP69K-Kabelverschraubung und einer lebensmittelechten blauen Dichtung ausgestattet. Für die hygienische Befestigung stehen passende Schellen und Halterungen zur Verfügung, darunter auch Lösungen mit Winkelausgleich bis 10°.
Für den Einsatz unter rauen Umgebungsbedingungen ist der Sensor reinigungsmittelresistent ausgeführt und besitzt eine Ecolab-Zulassung für den Washdown-Bereich. Der Temperaturbereich reicht von −40 °C bis +55 °C. Als weitere Merkmale nennt Wenglor eine hohe Fremdlichtsicherheit bis 100.000 Lux sowie IO-Link V1.1 zur Einbindung in die Automatisierung.
Detektion auch bei schwierigen Oberflächen
Die hohe Empfangsempfindlichkeit soll eine zuverlässige Erkennung auch bei schwachen Signalen ermöglichen. Damit lassen sich laut Wenglor auch dunkle oder glänzende Objekte sowie Objekte in extremer Schräglage sicher detektieren. Der Arbeitsbereich des P2PY111 reicht von 50 mm bis 10.000 mm.
Besonders relevant ist das für Anwendungen mit hohen Hygieneanforderungen und zugleich anspruchsvollen Oberflächen. In der Pharmaindustrie erkennt der Sensor transparente Beutel, in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ist er für die Objekterkennung direkt über offenen Produkten vorgesehen. Wenglor beschreibt den Vorteil des Gehäusekonzepts so: „Da das Gehäuse ohne Spalten auskommt, werden potenzielle Schmutznester konsequent vermieden.“
Mit dem P2PY111 adressiert Wenglor damit Anwendungen, bei denen hygienegerechtes Design und robuste optische Distanzmessung zusammenkommen müssen. Der Sensor ergänzt das bestehende Portfolio um eine Lösung für Washdown-Umgebungen und hygienisch sensible Produktionsbereiche.



