Rowasol hat das Portfolio seiner biobasierten Flüssigfarben unter der Bezeichnung Greenline erweitert. Neu hinzugekommen sind natürliche Farbmittel aus Kurkumawurzel, Rettich, Algen, Tomaten, Holz beziehungsweise Lignin und Indigo. Zusammen mit biobasiertem Weiß und Schwarz steht damit eine deutlich größere Bandbreite an Ausgangsfarben für die Einfärbung von Kunststoffen zur Verfügung.
Für eine erste vergleichende Darstellung testete das Unternehmen die neuen Farbmittel unter einheitlichen Bedingungen: jeweils in nur einer Konzentration, im selben Biokunststoff und bei einer Verarbeitungstemperatur von 180 °C. Die Muster zeigen die inzwischen erreichte farbliche Bandbreite. Zugleich verweist Rowasol auf weiteres Potenzial durch andere Dosierungen, Farbmischungen und Abtönungen für kundenspezifische Farbkonzepte.
Biobasierte Farbmittel für Kunststoffanwendungen
Die Greenline basierte zunächst auf ausgewählten natürlichen Farbmitteln sowie einem natürlichen Schwarz und einem mineralischen Weiß. Durch zusätzliche Rohstoffquellen und weitere Lieferanten wurde das Spektrum nun ausgebaut. Die neuen Farbmittel sind zu 100 % biobasiert. In der Kombination der verschiedenen Farbmittel mit Abtönungen durch biobasiertes Weiß und Schwarz entsteht ein größerer Farbraum für nachhaltige Kunststoffanwendungen.
Unterstützt wurden die Versuche von der FKuR Kunststoff GmbH. Eingesetzt wurde das biobasierte Spritzguss-Compound Bio-Flex® S 7514. Das Material weist einen berechneten biobasierten Kohlenstoffanteil von 75 % auf und verbindet gute Fließfähigkeit mit hoher Wärmeformbeständigkeit. Die aktuellen Muster zeigen damit nicht nur die Farbmittel selbst, sondern auch deren Verarbeitung in einem biobasierten Kunststoffsystem.
Trägersystem mit höherem biobasierten Anteil
Parallel zur Erweiterung des Farbspektrums entwickelt Rowasol auch das Trägersystem der Greenline weiter. Der biobasierte Anteil des Produkts liegt bereits bei mindestens 75 %. In ersten optimierten Formulierungen konnte der biobasierte Anteil des Trägers nach Angaben des Unternehmens auf über 96 % gesteigert werden. Zudem arbeitet Rowasol mit mehreren Anbietern biobasierter Tenside zusammen, um perspektivisch ein vollständig biobasiertes Trägersystem für die Anwendung zu realisieren. Die aktuellen Muster beschreiben die Entwicklung der Greenline „von ersten biobasierten Farbkonzepten zu einem vielseitigen Baukastensystem für die Farbgebung nachhaltiger Kunststoffanwendungen“.



