Imhof Hartchrom diskutiert Chromtrioxid-Regulierung mit EU-Abgeordnetem

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Bei einem Besuch des EU-Parlamentarier Stefan Köhler bei Imhof Hartchrom standen die geplante Regulierung von Chromtrioxid und ihre Auswirkungen auf die funktionale Hartverchromung im Mittelpunkt. Diskutiert wurden auch PFAS, die IED-Richtlinie und die Wettbewerbsfähigkeit industrieller Standorte.

Stefan Köhler, Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP), hat Ende Juli 2026 die Imhof Hartchrom GmbH in Karlstadt besucht. Im Austausch mit der zweiten und dritten Generation des Familienunternehmens ging es insbesondere um die regulatorischen Rahmenbedingungen für die Oberflächentechnik und deren Auswirkungen auf mittelständische Betriebe.

Chromtrioxid-Regulierung im Mittelpunkt

Ein Schwerpunkt war die geplante Beschränkung von Chromtrioxid und eine mögliche Verschärfung der Grenzwerte. Das Unternehmen erläuterte die bislang im Rahmen der europäischen REACH-Verordnung umgesetzten Maßnahmen und verwies auf die Bedeutung der funktionalen Hartverchromung für industrielle Wertschöpfungsketten.

Hartverchromte Bauteile aus Karlstadt kommen unter anderem in der Mobilhydraulik, im Maschinen- und Anlagenbau, in der Lebensmittel-, Druck- und Verpackungsindustrie sowie in Kunststoffspritzmaschinen zum Einsatz. Nach Angaben des Unternehmens stehen für zahlreiche Anwendungen derzeit keine Alternativen zur Verfügung, die das erforderliche Eigenschaftsprofil vollständig abdecken.

Hartchrom für Verschleiß- und Korrosionsschutz

Bei einem Betriebsrundgang informierte sich Köhler über die Herstellung funktionaler Hartchromschichten sowie die damit verbundenen technischen und umweltrechtlichen Anforderungen. Imhof kann nach eigenen Angaben Bauteile mit einer Länge von bis zu zehn Metern bearbeiten. Hartchromschichten werden unter anderem eingesetzt, um Verschleißfestigkeit, Korrosions- und Temperaturbeständigkeit sowie die Oberflächenhärte von Komponenten zu erhöhen. Durch eine Wiederaufarbeitung beschichteter Bauteile kann zudem deren Nutzungsdauer verlängert werden.

Regulierung und Wettbewerbsfähigkeit

Neben Chromtrioxid thematisierte das Gespräch die geplante PFAS-Regulierung, die IED-Richtlinie 2.0 sowie die Entwicklung der Strompreise für energieintensive Galvanikbetriebe. Vertreter von Imhof verwiesen dabei auf die Notwendigkeit langfristig verlässlicher regulatorischer Rahmenbedingungen, insbesondere auch für Unternehmen im Generationenwechsel. Köhler kündigte an, die beim Unternehmensbesuch gewonnenen Einblicke in seine weitere politische Arbeit in Brüssel einfließen zu lassen.

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