Decker Anlagenbau hat eine bestehende Anlage zur partiellen Oberflächenbehandlung und Beschichtung von Zylindern auf Kundenwunsch um ein zusätzliches Prozessmodul erweitert. Die Anlage wurde in der Grundkonfiguration so ausgelegt, dass spätere Kapazitätserweiterungen ohne grundlegende Eingriffe möglich sind.
Durch die Ergänzung eines weiteren Behandlungs- und Beschichtungsmoduls arbeitet die Linie nun mit sechs statt mit fünf Modulen. Dadurch kann der mögliche Durchsatz deutlich gesteigert werden. „Die Vorfertigung einzelner Module erlaubt es, auf zwei typische Anforderungen zu reagieren“, erläutert Geschäftsführer Bernhard Hilliges. „Zusätzliche Prozessmodule bilden steigende Produktionsvolumina ab, während kurze Montagezeiten Produktionsunterbrechungen minimieren.“
Partielle Beschichtung stellt hohe Anforderungen
Die Anlage behandelt gezielt die Zylinderlaufflächen, um verschleißresistente Oberflächen für hochbelastete Bereiche zu erzeugen. Dabei wird ausschließlich die funktional relevante Zone bearbeitet, was hohe Anforderungen an Prozessführung, Automatisierung und Anlagenlayout stellt. Allein die Grundkonfiguration der Anlage umfasst rund 50.000 Einzelteile. Die modulare Struktur erleichtert sowohl spätere Erweiterungen als auch die Montage im laufenden Produktionsumfeld.
Erweiterung im laufenden Betrieb umgesetzt
Das zusätzliche Modul wurde vollständig vorgefertigt und anschließend in die bestehende Anlage integriert. Neben der Modulinstallation waren weitere Anpassungen an vorhandenen Anlagenteilen erforderlich. Durch eine Just-in-Time-Organisation von Planung, Logistik und Montage ließ sich laut Decker der Produktionsstillstand auf ein Minimum reduzieren.


