DECHEMA-Preis geht an Nina Hartrampf für Fortschritte in der Peptid-Synthese

Anzeige Unternehmen und Personen | Reinigen und Vorbehandeln | Erstellt von SP

Die Chemikerin Nina Hartrampf von der Universität Zürich wird mit dem DECHEMA-Preis ausgezeichnet. Ihre Arbeiten zur automatisierten Herstellung komplexer Peptide und Proteine eröffnen neue Perspektiven auch für funktionale Oberflächen.

Prof. Dr. Nina Hartrampf, Assistenzprofessorin am Department Chemie der Universität Zürich, erhält den DECHEMA-Preis 2025. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 7. November 2025 bei einem Symposium am Campus Irchel in Zürich überreicht.

Fortschritte in der Flow Chemistry

Im Zentrum von Hartramfs Forschung stehen organische Chemie, automatisierte Durchflusssynthese und chemische Biologie. Ihr Team entwickelte Methoden, um Peptide und Proteine mit mehr als 100 Aminosäuren innerhalb weniger Stunden und mit hoher Reinheit herzustellen. Diese Arbeit gilt als bedeutender Schritt in der Weiterentwicklung der Flow Chemistry und eröffnet neue Möglichkeiten für die Anwendung von Biopolymeren. Die Ergebnisse sind nicht nur für die biomedizinische Forschung relevant: Peptide können auch als funktionale Beschichtungen eingesetzt werden, etwa um Oberflächen mit antimikrobiellen Eigenschaften auszustatten oder die Biokompatibilität von Materialien zu verbessern. Damit ergeben sich neue Ansätze für Anwendungen in der Medizintechnik und im Bereich innovativer Oberflächenlösungen.

Wissenschaftlicher Werdegang

Hartrampf studierte Chemie und Biochemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und promovierte im Bereich Naturstoffsynthese und chemische Biologie. 2018 wechselte sie als Postdoktorandin an das Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo sie die durchflussbasierte Peptid- und Proteinsynthese erforschte. Seit 2020 baut sie ihre unabhängige Forschungsgruppe in Zürich auf.

Auszeichnungen und Engagement

Für ihre Arbeit wurde Hartrampf bereits mehrfach geehrt, unter anderem mit Preisen der American Peptide Society, der Gesellschaft Deutscher Chemiker und der Austrian Peptide Society. Neben ihrer Forschung engagiert sie sich in Fachgesellschaften, unter anderem als Vorstandsmitglied der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft und der International Flow Chemistry Society.

Zurück