ZVO intensiviert politischen Austausch in Brüssel

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Der Zentralverband Oberflächentechnik (ZVO) hat in den vergangenen Wochen seine europapolitischen Aktivitäten deutlich ausgeweitet. Hintergrund ist die zunehmende Bedeutung der EU-Umwelt- und Chemikaliengesetzgebung für die Oberflächen- und Galvanotechnik.

Im Oktober und November führte der ZVO zahlreiche Gespräche mit Abgeordneten und Mitarbeitern des Europäischen Parlaments sowie Vertretern der Generaldirektion GROW der EU-Kommission. Lukas Hanstein, Leiter Politik des ZVO, und Dr. Malte-Matthias Zimmer, Ressortleiter Umwelt- und Chemikalienpolitik, trafen sich unter anderem mit Jens Geier (SPD), dem Büro von Andreas Glück (FDP), Prof. Dr. Andrea Wechsler (CDU) sowie dem Team des griechischen Abgeordneten Dimitris Tsiodras, der voraussichtlich erneut die Rolle des REACH-Berichterstatters übernehmen wird.

Schwerpunkt: REACH-Revision und funktionale PFAS-Anwendungen

Zentrales Thema war die bevorstehende REACH-Revision, die eines der wichtigsten EU-Regulierungsvorhaben der kommenden Monate wird. Der ZVO betonte die Rolle der Oberflächentechnik als Schlüsseltechnologie für industrielle Wertschöpfungsketten und warnte vor einer praxisfernen Regulierung.

Der Verband hob verschiedene Themen hervor: den stark wachsenden bürokratischen Aufwand in Umwelt- und Chemikalienpolitik ebenso wie das das in der aktuellen Form existenzbedrohende PFAS-Verbot. Die unzureichende Ausgestaltung des geplanten Umwelt-Omnibus sowie die generelle Zunahme von Dokumentations- und Nachweispflichten für mittelständische Unternehmen waren ebenfalls Thema. Gleichzeitig brachte der ZVO Lösungsvorschläge ein – darunter Ansätze zur differenzierten Regulierung funktionaler PFAS-Anwendungen sowie zur Reduktion von Meldepflichten unter REACH und CLP.

Konstruktive Signale aus Parlament und Kommission

Die Rückmeldungen der politischen Gesprächspartner fielen überwiegend positiv aus. Sowohl das Parlament als auch die Kommission signalisierten Bereitschaft, die Perspektiven der Industrie stärker einzubeziehen. Der ZVO kündigt an, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Die kommenden Monate werden von intensiver Arbeit an der REACH-Revision, weiteren Austauschformaten der EU-Kommission und wichtigen Ausschussentscheidungen geprägt sein.

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