Die Studie „The cost of PFAS pollution for our society“ der EU-Kommission beziffert potenzielle Gesundheitskosten im Zusammenhang mit PFAS in Milliardenhöhe. Der ZVO setzt sich in seinem Positionspapier mit den zugrunde liegenden Annahmen und Bewertungsansätzen auseinander.
Kritik an Modellannahmen und Datenbasis
Der Verband hinterfragt insbesondere die Übertragbarkeit einzelner untersuchter Substanzen auf die gesamte Stoffgruppe der PFAS, die mehrere tausend Verbindungen umfasst. Auch die Transparenz der Berechnungen sowie die zugrunde liegenden Modellierungen werden kritisch bewertet.
Nach Einschätzung des ZVO lassen sich modellierte Krankheitsfälle nicht unmittelbar mit realen Fallzahlen gleichsetzen. Ebenso seien Wohlfahrtsbewertungen nicht mit tatsächlich entstehenden wirtschaftlichen Schäden identisch.
Auswirkungen auf Industrie und Regulierung
Der Verband weist darauf hin, dass pauschale Regulierungs- oder Verbotsansätze ohne differenzierte Risikoanalyse Auswirkungen auf industrielle Wertschöpfungsketten haben können. Dies betreffe insbesondere Branchen, in denen PFAS technisch erforderlich sind, etwa in der Oberflächentechnik.
Der ZVO plädiert für eine differenzierte Betrachtung einzelner Anwendungen und Stoffe sowie für eine ausgewogene Regulierung unter Berücksichtigung technischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
Das vollständige Positionspapier steht über den Verband zur Verfügung.


