WMV und Sinto Agtos entwickeln Strahlanlage mit Wechseltrommel

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Eine neue Strahlanlage für Schüttgut und Kleinteile soll Reinigungs- und Strahlprozesse ohne zusätzliches Umfüllen zusammenführen. WMV und Sinto Agtos setzen dabei auf ein Wechseltrommel-Konzept, das Durchlaufzeiten verkürzen und den Platzbedarf der Anlage senken soll.

WMV hat gemeinsam mit Sinto Agtos eine Strahlanlage mit integrierter Wechseltrommel für die Oberflächenbehandlung von Schüttgut und Kleinteilen entwickelt. Die Lösung kombiniert die Trommeltransporttechnik von WMV mit Strahltechnik von Sinto Agtos. Die Anlage ist für das Entölen, Waschen, Trocknen und Strahlen ausgelegt und arbeitet vollautomatisch. Eine Vorführung ist im WMV-Technikum möglich.

Reinigen/Vorbehandeln: Trommel statt Muldenband

Kern der Entwicklung ist ein integriertes Trommelkonzept, das den bislang üblichen Materialtransfer über separate Muldenbandsysteme ersetzen soll. Dadurch entfällt das Umschütten zwischen einzelnen Prozessschritten. Dies soll das Handling vereinfachen und die Prozesssicherheit verbessern. Die Wechseltrommel besteht aus verschleißfestem Material und ist so ausgelegt, dass sie ohne Produktionsunterbrechung gewechselt werden kann. Unterschiedliche Perforationen sollen zudem das schnelle Abfließen des Strahlmittels unterstützen.

Automatisierung und Anlagenintegration

Für den Transport der Trommel nutzt WMV ein dynamisches Greifersystem. Damit wird die Trommel in die Strahlstation eingebracht, nach dem Prozess angehoben und über weitere Anlagenmodule zur nächsten Behandlungsstation oder zur Entladung transportiert. Die Technik lässt sich in das eigene Baukastensystem sowie in bestehende Reinigungsanlagen von Sinto Agtos integrieren.

Kennzahlen zum Prozess

WMV und Sinto Agtos beziffern die Durchlaufzeitverkürzung auf bis zu 35 Prozent beziehungsweise bis zu vier Minuten. Zudem nennen sie eine um 15 Prozent reduzierte Strahlzeit, den Wegfall von Stillständen für Muldenbandwechsel und einen um bis zu 20 Prozent geringeren Platzbedarf. 

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