Wirtschaftsverband Stahl warnt vor Entlassungen

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Nach Einschätzung des Wirtschaftsverbandes Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) könnten 41 Prozent der Stahl- und Metallverarbeiter von Entlassungen betroffen sein. Darunter gut bezahlte Industriearbeitsplätze aller Qualifikationsstufen.

Die meisten der rund 5.000 Unternehmen der WSM-Branchen sind Mittelständler, oft Automobilzulieferer. „Stellenabbau ist für diese Unternehmen der allerletzte Schritt. Dass sie ihn jetzt gehen werden, zeigt, wie ernst die Lage ist“, sagt Holger Ade, Leiter Industrie- und Energiepolitik beim WSM. Erstmals seit Jahrzehnten lasse sich eine wirtschaftliche Flaute nicht mehr über Zeitarbeitskräfte und das Instrument der Kurzarbeit regulieren.

Geschäftsklima der Stahl- und Metallverarbeiter

Laut dem WSM haben fehlende Industriepolitik und ideologiestarre Positionen die konjunkturelle Flaute befördert. Die Folgen spiegelten sich im jüngsten Geschäftsklima der Stahl- und Metallverarbeiter wider: 53 Prozent spüren die Dramatik bereits hautnah, 47 Prozent rechnen mit weiteren Rückgängen. 19 Prozent fahren deshalb bereits Kurzarbeit, weitere 33 Prozent werden im nächsten Vierteljahr damit beginnen. Und 41 Prozent müssen Jobs streichen.

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