HCLA steht dabei für High Current Laser Arc, ein Beschichtungsverfahren auf der Basis einer Vakuumbogenentladung. Die zeitliche und räumliche Steuerung der Entladung ermöglicht den Einsatz als lineare Beschichtungsquelle in größeren Produktionsanlagen. Diese Technik ist besonders für die Abscheidung von Kohlenstoffschichten geeignet. Durch eine gepulste Vakuumbogenentladung wird Material von der Kathode abgetragen. Mittels eines Lasers wird diese Entladung gezündet, wobei die Position der Entladung durch Variation des Auftreffpunktes des Lasers gesteuert wird. Sehr hohe Pulsströme führen zu einem hohen Anteil an ionisiertem Kathodenmaterial.
Mit dem Fokus auf die Gesamtbetriebskosten ermöglicht die Vica900-Plattform die beidseitige Beschichtung in vertikaler Anordnung. Durch die Integration von Vorbehandlungsprozessen wie Plasmaätzen sowie Magnetron-Sputtern und HCLA-Verdampfung bietet die Anlagenplattform Flexibilität und Skalierbarkeit.
In der Basiskonfiguration, der Vica900 Mid Volume, zielt das System auf eine Jahresproduktion von 4,6 bis 6,4 Mio. Bipolarplatten ab und konzentriert sich auf Beschichtungen für PEM-Brennstoffzellenanwendungen. Es kann durch zusätzliche PVD-Prozessquellen erweitert werden, um weitere Anwendungen, beispielsweise doppelseitige Edelmetall-Beschichtung für PEM-Elektrolyseurkomponenten, zu ermöglichen. Durch eine weitere Aufrüstung der Maschinenkonfiguration kann der Durchsatz deutlich gesteigert werden, sodass in der Vica900 High Volume Ausführung bis zu 10 Mio. Bipolarplatten pro Jahr beschichtet werden können.


