VDMA sieht Oberflächentechnik weiter unter wirtschaftlichem Druck

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Eine schwache Inlandsnachfrage, geopolitische Unsicherheiten und volatile Auftragseingänge prägen weiterhin das Marktumfeld der Oberflächentechnik.

Die Oberflächentechnik bewegt sich weiterhin in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld. Nach Einschätzung des VDMA Fachverbands Allgemeine Lufttechnik belasten insbesondere Investitionszurückhaltung, geopolitische Spannungen sowie Unsicherheiten bei Kosten und Lieferketten die Entwicklung der Branche.

Der Auftragseingang der Oberflächentechnik lag 2025 insgesamt um 12 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dabei entwickelte sich das Inland deutlich schwächer als das Ausland. Auch zu Beginn des Jahres 2026 blieb die Nachfrage verhalten. Zusätzlich sorgen einzelne Großprojekte für starke monatliche Schwankungen im Auftragseingang.

Außenhandel bleibt wichtiger Stabilitätsfaktor

Trotz des schwierigen Marktumfelds entwickelte sich der Außenhandel positiv. Die deutschen Exporte von Geräten und Anlagen zur Oberflächenbehandlung stiegen 2025 gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 Prozent. Dabei zeigte sich regional ein uneinheitliches Bild: Während die Lieferungen innerhalb der EU rückläufig waren, kamen wichtige Impulse aus den USA und Mexiko. Die Exporte nach China gingen hingegen spürbar zurück.

Für die exportorientierte Branche gewinnen stabile handels- und zollpolitische Rahmenbedingungen zunehmend an Bedeutung. Diskussionen über Handelsbarrieren und Zölle, etwa auf Stahl- und Aluminiumderivate, erhöhen nach Einschätzung des Verbands die Unsicherheit bei Investitionsentscheidungen.

Gedämpfte Erwartungen für 2026

Auch die Inlandsproduktion entwickelte sich 2025 rückläufig. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung internationaler Produktionsstandorte weiter zu. Laut aktueller VDMA-Konjunkturumfrage bewerten viele Unternehmen ihre aktuelle Lage zwar noch als stabil, mehr als 60 Prozent rechnen jedoch in den kommenden Monaten mit einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung.

Der Fachverband Allgemeine Lufttechnik erwartet daher nach dem schwachen Jahr 2025 auch für 2026 ein nominales Umsatzminus von rund 2 Prozent. Eine nachhaltige Verbesserung wird frühestens ab 2027 erwartet – vorausgesetzt, die externen Rahmenbedingungen stabilisieren sich.

Digitalisierung und Export bleiben zentrale Themen

Nach Einschätzung des VDMA bleibt 2026 vor allem ein Jahr der Konsolidierung. Die Unternehmen seien technologisch gut aufgestellt, die Entwicklung werde jedoch zunehmend durch Standortfaktoren begrenzt. Wichtige Themen bleiben Investitionen in den Kundenindustrien, Bürokratieabbau sowie die Nutzung von Digitalisierungs-, Service- und Exportpotenzialen.

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