Teledyne Flir entwickelt und fertigt seine tragbaren Wärmebildkameras an europäischen Standorten. Ein Schwerpunkt liegt auf Tallinn in Estland sowie auf Täby in Schweden. Dort sind Entwicklung, Montage, Tests und Qualitätskontrolle räumlich eng zusammengeführt.
Der Ansatz unterscheidet sich von in der Elektronikindustrie verbreiteten, über mehrere Länder verteilten Liefer- und Fertigungsstrukturen. Bei den tragbaren Wärmebildkameras bleiben Ingenieurteams, Produktion und Qualitätssicherung nah beieinander. Das soll es erleichtern, Abweichungen im Fertigungsprozess früh zu erkennen und direkt zu korrigieren, statt sie erst entlang einer komplexen Lieferkette nachzuverfolgen.
Standorte in Estland und Schweden
Der Standort in Tallinn umfasst 4.300 m2 und verfügt über 23 Produktionslinien. Dort fertigen rund 215 Beschäftigte nach Unternehmensangaben jährlich etwa 215.000 Kameras. Dafür stehen insgesamt knapp 180.000 Arbeitsstunden zur Verfügung.
In Schweden ist Täby der zentrale Standort des Geschäftsbereichs Solutions. Die 5.000 m2 große Anlage produziert jährlich rund 11.000 Kameras und erwirtschaftet etwa die Hälfte des weltweiten Umsatzes dieses Geschäftsbereichs. Rund 125 Beschäftigte arbeiten dort. Der Schwerpunkt liegt auf Produktion und Lager, hinzu kommen Entwicklung, Auftragsabwicklung, Versand und Supply Chain.
Einsatz in Industrie und Gebäudetechnik
Die tragbaren Wärmebildkameras werden in unterschiedlichen Anwendungsfeldern eingesetzt. In der Industrie dienen sie unter anderem dazu, überhitzte Lager oder elektrische Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. In der Gebäudetechnik helfen sie beim Aufspüren von Feuchtigkeit oder undichten Abdichtungen. Auch Einsatzkräfte nutzen die Geräte, etwa wenn Sichtverhältnisse durch Rauch stark eingeschränkt sind.
Koen Jacobs, VP Sales EMEA – Instrumentation bei Teledyne Flir, betont die Bedeutung der europäischen Fertigung: „Unsere Ingenieure, Produktionsteams und Montagelinien sind in Tallinn und Schweden angesiedelt.“ Mit Blick auf die Herkunft der Produkte ergänzt er: „Da Kunden zunehmend genauer darauf achten, woher Produkte stammen und wie sie hergestellt werden, sind wir stolz darauf, die Menschen und Produktionsstätten hinter unseren Kameras präsentieren zu können.“



