SurfaceTechnology GERMANY 2026 setzt positives Signal

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Die SurfaceTechnology GERMANY 2026 hat sich in schwierigem wirtschaftlichem Umfeld als stabile und zugleich lebendige Plattform der Oberflächentechnik behauptet. Mit mehr als 4.600 Fachbesuchern aus 46 Nationen, über 210 Ausstellern und vielen konkreten Fachgesprächen fiel die Bilanz deutlich positiv aus. Besonders gefragt waren Lösungen für Prozesssicherheit, Energie- und Materialeffizienz, Digitalisierung, Kreislaufführung und neue Funktionsschichten.

 

Mit mehr als 4.600 Fachbesuchern aus 46 Nationen hat die SurfaceTechnology GERMANY 2026 in Stuttgart ein deutlich positives Signal für die Oberflächentechnik gesetzt. Die Veranstaltung konnte sich damit gegenüber 2022 deutlich steigern. Noch wichtiger als die reine Besucherzahl war aus Sicht vieler Aussteller jedoch die Qualität der Gespräche: Zahlreiche Unternehmen berichteten sehr erfreut von deutlich konkreteren Gesprächen, tieferem fachlichen Interesse und einer höheren Projektnähe als bei der vorangegangenen Ausgabe.

Gerade vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist diese Entwicklung hervorzuheben. Denn die Galvano- und Oberflächentechnik steht weiterhin unter erheblichem Druck. Schwache Konjunktur, Investitionszurückhaltung, geopolitische Unsicherheiten, steigende Kosten, Fachkräftemangel und ausufernde regulatorische Anforderungen prägen die Lage vieler Betriebe. Dass die Messe unter diesen Voraussetzungen nicht nur stabil blieb, sondern sogar mehr Besucher anzog und zugleich von den Ausstellern vielfach positiv bewertet wurde, spricht für ihre Rolle als zentrale Arbeits- und Austauschplattform der Branche.

Erfreuliche Internationalität 

Auch die Internationalität der Veranstaltung unterstrich diesen Anspruch. Mehr als 210 Aussteller aus 21 Nationen präsentierten in Stuttgart ihre Lösungen; der Auslandsanteil lag bei 37 Prozent. Die stärksten Ausstellernationen nach Deutschland waren Italien, die Schweiz, die Türkei und China. Bei den Besuchern betrug der Auslandsanteil 30 Prozent. Nach Deutschland kamen die meisten Fachbesucher aus der Schweiz, der Türkei, Italien, Österreich und Frankreich.

Inhaltlich zeigte die Messe eine Branche, die ihre aktuellen Herausforderungen sehr konkret adressiert. Im Mittelpunkt standen Prozesssicherheit, Energie- und Materialeffizienz, Digitalisierung, Wasser- und Abwassertechnik, Badüberwachung, Inline-Messtechnik, automatisierte Qualitätssicherung, PFAS-freie Oberflächen, Kreislaufführung und neue Verfahren für anspruchsvolle Funktionsschichten. Viele Aussteller präsentierten keine abstrakten Zukunftskonzepte, sondern Lösungen für unmittelbare betriebliche Fragestellungen: stabilere Prozesse, geringere Energie- und Chemikalienverbräuche, weniger Ausschuss, bessere Dokumentation, höhere Anlagenverfügbarkeit und eine verbesserte Ressourceneffizienz.

Das STG.ExpertForum griff diese Themen mit einem breit angelegten Programm auf. Die Vorträge behandelten unter anderem Reinigung und Vorbehandlung, neue galvanotechnische Verfahren, Qualifizierung, PFAS-Vermeidung, KI-Unterstützung, Oberflächen für die Energietechnik, Energie- und Materialeffizienz, Digitalisierung sowie physikalische Oberflächenverfahren wie thermisches Spritzen, PVD/CVD und verwandte Technologien. Damit wurde deutlich, wie stark sich die Oberflächentechnik derzeit zwischen klassischen Prozessfragen, regulatorischem Anpassungsdruck und neuen Anwendungen in Energie-, Mobilitäts- und Hochleistungsbereichen bewegt.

Verleihung „Die Oberfläche“

Ein Höhepunkt war die Verleihung des Stuttgarter Oberflächentechnik-Preises „Die Oberfläche 2026“. Den ersten Preis erhielten SLCR Lasertechnik und Dörken Coatings für LAMA, ein laserbasiertes Verfahren zur Reinigung metallischen Massenschüttguts, das chemische Reinigung und mechanisches Strahlen weitgehend ersetzt. Der zweite Preis ging an BIA Kunststoff- und Galvanotechnik für Remap, ein Konzept zur Kreislaufführung galvanisierter Kunststoffbauteile mit hochwertigen Class-A-Oberflächen aus Rezyklat. Enayati Oberflächentechnik wurde mit dem dritten Preis für AgTherm ausgezeichnet, ein Hochtemperatur-Silberschichtsystem, das Gold in der Leistungselektronik bei Dauertemperaturen über 200 °C ersetzen kann.

Die SurfaceTechnology GERMANY 2026 war damit keine Messe der ungebremsten Euphorie, aber eine Veranstaltung mit klar positivem Grundton. Sie zeigte eine Branche, die sich unter schwierigen Bedingungen behauptet und technologisch handlungsfähig bleibt. Die gestiegene Besucherzahl, die hohe Internationalität und vor allem die Qualität der Gespräche machen deutlich: Wer nach Stuttgart kam, suchte nicht nur Überblick, sondern konkrete Lösungen. Genau darin lag die Stärke der diesjährigen Veranstaltung.

Einen ausführlichen Nachbericht mit zahlreichen Bildern und Video-Impressionen finden Sie in Kürze hier!

 

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