SKZ-Forschungsprojekt zur Beeinflussung der Farbwahrnehmung durch Oberflächenstrukturen

Anzeige Unternehmen und Personen | Sonstige Themen | Erstellt von SP

Das SKZ Kunststoff-Zentrum und die Universität Würzburg haben im Projekt „OFHarmonie“ untersucht, wie Oberflächenstrukturen den Farbeindruck von Kunststoffbauteilen beeinflussen – mit wichtigen Erkenntnissen für Automobil- und Designanwendungen.

Unterschiedliche Oberflächenstrukturen können die subjektive Farbgleichheit zweier Kunststoffbauteile deutlich verändern. Hier setzte das Forschungsprojekt „OFHarmonie“ an, das das Kunststoff-Zentrum SKZ gemeinsam mit dem Institut für Psychologie der Universität Würzburg durchgeführt hat.

Die Forschenden wollten die Wahrnehmungsschwelle bestimmen, bis zu der strukturbedingte Farbunterschiede für Beobachter akzeptabel sind, und Ansätze für eine gezielte Kompensation entwickeln. Langfristig soll eine Methode entstehen, mit der sich Einfärbungen so anpassen lassen, dass trotz variierender Oberflächenstrukturen ein harmonischer Gesamteindruck entsteht.

Kombination aus Messtechnik und Psychometrie

Neben klassischen Messgrößen wie Farbe, Helligkeit und Glanz wurden auch Oberflächenparameter und Verfahren der industriellen Bildverarbeitung einbezogen. Ergänzende psychometrische Studien erfassten die subjektive Wahrnehmung und setzten sie in Relation zu den Messdaten.

Das Ergebnis: Reine Farbmesswerte reichen nicht aus, um visuelle Unterschiede zu erklären. Erst die kombinierte Betrachtung von Farb-, Glanz- und Strukturparametern ermöglicht belastbare Aussagen zur visuellen Harmonie.

Impulse für Design und Qualitätssicherung

Die Erkenntnisse liefern wichtige Grundlagen für die industrielle Farb- und Oberflächengestaltung – insbesondere in designkritischen Bereichen wie dem Automobilinterieur. Unternehmen erhalten damit neue Ansätze, um Farbkontinuität über unterschiedliche Bauteile hinweg systematisch zu sichern.

Zurück