PSE2026 bringt Fachleute der Plasma- und Oberflächentechnik nach Erfurt

Anzeige Industrielle Plasmaoberflächentechnik | Unternehmen und Personen | Erstellt von BA

Die 20. International Conference on Plasma Surface Engineering (PSE2026) hat vom 31. August bis 3. September 638 Teilnehmende und 73 Aussteller in Erfurt zusammengebracht. Im Mittelpunkt standen Plasma- und Oberflächentechnologien für Energietechnik sowie der Transfer neuer Verfahren aus der Forschung in industrielle Anwendungen.

Die PSE2026 verzeichnete mit 638 Teilnehmenden eine Rekordbeteiligung. 345 Fachleute reisten aus dem Ausland an, unter anderem aus europäischen Ländern, Asien, Australien sowie Nord- und Südamerika. 46 Prozent der Teilnehmenden kamen aus der Industrie und 54 Prozent aus Forschung und Entwicklung. Die Europäische Forschungsgesellschaft Dünne Schichten e. V. (EFDS) organisiert die Konferenz alle zwei Jahre gemeinsam mit dem European Joint Committee on Plasma and Ion Surface Engineering.

Unter dem Konferenzthema „Surface Engineering for Clean Energy Solutions“ befassten sich Vorträge, wissenschaftliche Sessions und ein Industrie-Workshop mit dem Einsatz der Plasma- und Oberflächentechnik für Batterien, Wasserstofftechnologien, Photovoltaik und weitere Energiesysteme. Neben neuen Beschichtungsverfahren und Materialien standen die Skalierbarkeit, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit neuer Technologien im Mittelpunkt.

Technologietransfer zwischen Forschung und Industrie

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Übertragung von Forschungsergebnissen auf industrielle Maßstäbe. Diskutiert wurden geeignete Prozessbedingungen sowie Möglichkeiten zur Erprobung und Skalierung neuer Technologien. Ein Industrie-Workshop, eine Podiumsdiskussion und das neue Silent Forum innerhalb der Ausstellung ergänzten das wissenschaftliche Programm.

Spanien und Portugal bildeten als Partnerregion Iberia gemeinsam die zweitgrößte Ländergruppe nach Deutschland. Eine eigene Session sowie Vorträge und Poster stellten Forschungsarbeiten und Kooperationsmöglichkeiten der iberischen Plasma- und Oberflächenforschung vor.

Auszeichnungen für Plasma- und Dünnschichtforschung

Den PSE Leading Scientist Award erhielt Prof. Ulf Helmersson von der Universität Linköping für seine Arbeiten zur Plasmaoberflächentechnik, Dünnschichtphysik und physikalischen Gasphasenabscheidung (PVD). Der Rudolf-Jaeckel-Preis 2026 der Deutschen Vakuum-Gesellschaft ging an Dr. Jörg Vetter für wissenschaftliche und technologische Arbeiten zur Vakuumbogenverdampfung und deren industrieller Anwendung. Zu seinen Arbeitsgebieten zählen unter anderem AlTiN- und AlCrN-Hartstoffschichten, DLC- und ta-C-Schichten sowie hybride Beschichtungsverfahren aus Bogenverdampfung und HiPIMS.

Die nächste Veranstaltung der EFDS ist die V2027 vom 11. bis 14. Oktober 2027 in Dresden.

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