Kersten erhält die Auszeichnung „in Würdigung seiner herausragenden Leistungen auf den von der DVG betreuten Wissenschafts- und Technologiebereichen, insbesondere für seine herausragenden Arbeiten in der Plasmaphysik, der Methodenentwicklung zur Plasmadiagnostik und beim plasma-basierten Schichtwachstum“. Die DVG würdigte damit sowohl seine wissenschaftlichen Beiträge als auch seine Bedeutung für die Anwendung plasmaphysikalischer Methoden in Forschung und Industrie.
Kersten ist Professor am Institut für Experimentelle und Angewandte Physik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; seine Forschungsschwerpunkte umfassen Plasmaphysik, Plasmadiagnostik, Dünnschicht- und Oberflächentechnologien sowie die Anwendung komplexer beziehungsweise plasmabasierter Prozesse. Seine wissenschaftliche Tätigkeit ist durch zahlreiche Publikationen und Vorträge dokumentiert.
Preisträger auch in der DVG aktiv
Der diesjährige Preisträger ist der DVG eng verbunden: Er wurde erstmals 2020 in den Vorstandsrat der Deutschen Vakuum-Gesellschaft gewählt und bringt sich dort in die Arbeit der Gesellschaft ein. Seine Mitarbeit im Vorstandsrat unterstreicht seine Verbindung zwischen Forschung und fachlicher Gemeinschaft sowie sein Engagement für den wissenschaftlich-technischen Austausch.
Im Rahmen der V2025 hielt Kersten seinen Preisträgervortrag mit dem Titel „Gas discharge Physics: Examples for basics, diagnostics and applications“. Die Laudatio auf den Preisträger wurde in der eigenen Preisträger-Session von Prof. Sven Ulrich, Präsident der DVG, gehalten.
Der Rudolf-Jaeckel-Preis der DVG betont die Bedeutung von Grundlagenforschung und methodischer Innovation in den vakuum- und plasmabezogenen Wissenschaften. Mit der Auszeichnung von Kersten sendet die DVG ein deutliches Signal für die Relevanz plasmaphysikalischer Forschung für industrielle Anwendungen — etwa in der Oberflächentechnik, Energietechnik, Mikro-/Nanofertigung und Umwelttechnik.


