Das SKZ hat am Standort Würzburg ein Force-Tensiometer vom Typ Tensíío der Krüss GmbH in Betrieb genommen. Die Anlage erweitert die Möglichkeiten des Instituts in der Oberflächen-, Grenzflächen- und Adhäsionsforschung und steht sowohl für Forschungsprojekte als auch für industrielle Messdienstleistungen zur Verfügung.
Präzise Analyse von Benetzung und Haftung
Mit dem neuen Messsystem können Ober- und Grenzflächenspannungen, dynamische Kontaktwinkel sowie Adhäsionskräfte hochpräzise bestimmt werden. Eine temperierbare Probenbühne ermöglicht zudem Untersuchungen bei Temperaturen bis 130 °C. Dadurch lassen sich temperaturabhängige Benetzungs- und Haftungsprozesse unter praxisnahen Bedingungen analysieren.
Kamerasystem ergänzt Kraftmessungen
Zusätzlich verfügt das System über ein Kamerasystem zur visuellen Analyse von Kontakt- und Trennvorgängen. Die optische Beobachtung ergänzt die messtechnischen Daten und ermöglicht eine detailliertere Bewertung von Adhäsionsprozessen.
„Mit der Kombination aus Kraftmessung, Temperaturführung und visueller Auswertung eröffnen sich neue Möglichkeiten für Forschung und industrielle Fragestellungen“, erläutert Michael Heilig, Leiter der Forschungsgruppe Kleben und Oberflächentechnik am SKZ.
Messtechnik auch für Industrieprojekte
Nach Angaben des SKZ stärkt die Investition die analytische Infrastruktur im Bereich Oberflächen- und Adhäsionstechnik. Unternehmen können die neue Messtechnik im Rahmen von Entwicklungsprojekten oder als Dienstleistung für material- und prozessbezogene Untersuchungen nutzen.
Mit der Erweiterung baut das Institut seine Kompetenzen in der Charakterisierung von Oberflächen und Grenzflächen weiter aus – einem Themenfeld, das für Klebtechnik, Beschichtung, Kunststoffverarbeitung und zahlreiche weitere industrielle Anwendungen von Bedeutung ist.


