Eigenspannungen entstehen häufig bereits während der Verarbeitung von Kunststoffbauteilen. Sie sind äußerlich meist nicht erkennbar, können jedoch Verzug, Maßabweichungen oder im ungünstigen Fall ein vorzeitiges Bauteilversagen verursachen. Das SKZ – Das Kunststoff-Zentrum setzt zur Analyse dieser Spannungszustände die Bohrlochmethode ein.
Quantitative Bewertung von Spannungszuständen
Mit der Bohrlochmethode lassen sich Eigenspannungen in Kunststoffbauteilen quantitativ erfassen und bewerten. Dabei können sowohl die Hauptspannungen als auch deren Verlauf über die Bauteiltiefe bestimmt werden. Die gewonnenen Messdaten unterstützen die Bewertung des Spannungszustands eines Bauteils.
Unterstützung für Schadensanalyse und Prozessentwicklung
Die Ergebnisse können unter anderem für Schadensanalysen, die Bauteilauslegung sowie die Weiterentwicklung von Verarbeitungsprozessen genutzt werden. Erkenntnisse für Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung lassen sich aus den Daten ebenfalls ableiten. Das Verfahren liefert Informationen über innere Spannungen, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind und sich auf die Funktion oder Lebensdauer von Kunststoffbauteilen auswirken können.


