Angesichts des erwarteten Anstiegs der Wasserstofferzeugung durch Elektrolyse sind effiziente und kostengünstige Anlagen unerlässlich. Im Fokus stehen PEM-Elektrolyseure (Proton Exchange Membran), die unter anderem aufgrund ihrer kompakten Bauweise ein großes Potenzial besitzen. Derzeit sind die Investitionskosten jedoch hoch, da in der Regel teure Bipolarplatten aus Titan verwendet werden müssen. Kostengünstigere Alternativen verschleißen zu schnell.
Im Projekt sollen neue Beschichtungsverfahren für kostengünstige Bipolarplatten entwickelt werden, um deren Lebensdauer und Performance zu verbessern. Das Teilvorhaben der DHBW Mannheim konzentriert sich auf die messtechnische Untersuchung dieser Beschichtungen im Hinblick auf ihre Performance und Degradation. Das Projekt wird im Rahmen des 8. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung gefördert und mit den Industriepartnern Centrotherm international AG und EKPO Fuel Cell Technologies GmbH realisiert.
Prof. Dr. Volker Schulz, der das Forschungsprojekt an der DHBW Mannheim leitet, erläutert die Relevanz der Erkenntnisse: „Der Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland ist eine Mammutaufgabe. Mit PECVD_Bipocoat leisten wir einen Beitrag, um die Wasserstofferzeugung für die Industrie wirtschaftlicher und damit wettbewerbsfähiger zu machen. Unser Ziel ist es, den Erkenntnistransfer von der Hochschule in die Anwendung zu beschleunigen.“


