Die Aktionäre von AkzoNobel haben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung mit großer Mehrheit für die geplante Fusion mit Axalta Coating Systems gestimmt. Auch die Axalta-Aktionäre erteilten dem Zusammenschluss auf einer parallel abgehaltenen Versammlung ihre Zustimmung.
Bei AkzoNobel wurden neben der Fusion unter anderem die dafür erforderliche Änderung der Satzung und die Ausgabe neuer Aktien genehmigt. Zustimmung erhielten außerdem die geplanten Besetzungen des Board of Directors und die vorgesehene Vergütungspolitik des fusionierten Unternehmens.
Behördliche Genehmigungen stehen noch aus
Mit den Entscheidungen der Aktionäre kann das Fusionsverfahren in die nächste Phase gehen. Vollzogen ist der Zusammenschluss damit allerdings noch nicht. Voraussetzung sind insbesondere die erforderlichen regulatorischen Genehmigungen sowie weitere übliche Abschlussbedingungen. Werden diese erfüllt, soll die Fusion Ende 2026 oder Anfang 2027 abgeschlossen werden.
„Die heutige Abstimmung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, zwei sich in hohem Maße ergänzende Unternehmen zusammenzuführen“, sagt AkzoNobel-CEO Greg Poux-Guillaume. Er soll auch den Vorstandsvorsitz des fusionierten Unternehmens übernehmen.
Zusammenschluss schafft Schwergewicht der Lackindustrie
Mit der Fusion wollen AkzoNobel und Axalta ihre Aktivitäten im weltweiten Lack- und Beschichtungsmarkt zusammenführen. Beide Unternehmen verfügen über umfangreiche Portfolios für industrielle Beschichtungen. AkzoNobel ist darüber hinaus stark im Geschäft mit Farben und Bautenlacken vertreten, während Axalta unter anderem einen Schwerpunkt auf Fahrzeug- und Industrielacke legt.
Nach der Zustimmung der Anteilseigner rücken damit nun vor allem die kartell- und aufsichtsrechtlichen Prüfungen in den Mittelpunkt. Bei erfolgreichem Abschluss würde aus zwei der großen internationalen Lackhersteller ein gemeinsames Unternehmen mit deutlich gebündelter Markt- und Technologiepräsenz entstehen.
Siehe auch: Lackriesen ringen um die Vorherrschaft


