AkzoNobel und Axalta planen Zusammenschluss zu globalem Beschichtungsanbieter

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AkzoNobel und Axalta wollen ihre Aktivitäten im Rahmen einer Fusion auf Aktienbasis bündeln. Der Zusammenschluss soll ein weltweit präsentes Unternehmen mit breitem Portfolio und Synergien im hohen dreistelligen Millionenbereich schaffen.

AkzoNobel und Axalta haben eine Vereinbarung über eine Fusion auf Basis eines Aktientauschs geschlossen. Das kombinierte Unternehmen soll einen Jahresumsatz von rund 17 Mrd. US-Dollar erzielen und mit einem Unternehmenswert von etwa 25 Mrd. US-Dollar zu den großen Beschichtungsanbietern weltweit zählen. Beide Hersteller bringen komplementäre Geschäftsfelder ein, darunter Pulver-, Refinish-, Fahrzeug-, Luftfahrt-, Marine- und Schutzbeschichtungen sowie Industrielacke und dekorative Anstriche. Die kombinierte Organisation soll in über 160 Ländern vertreten sein.

Geplante Synergien und F&E-Struktur

Das Unternehmen rechnet mit identifizierten Einsparpotenzialen von rund 600 Mio. US-Dollar, die überwiegend in den ersten drei Jahren nach Abschluss realisiert werden sollen. Einsparungen sollen vor allem aus Beschaffung, Verwaltung, Produktionsnetzwerk und Lieferkette stammen. Zudem wird die Forschungs- und Entwicklungsstruktur mit weltweit 91 Einrichtungen und rund 4.200 Beschäftigten gebündelt. Der gemeinsame F&E-Aufwand liegt bei jährlich etwa 400 Mio. US-Dollar.

Governance, Standorte und Zeitplan

Die neue Gesellschaft soll einen einstufigen Vorstand erhalten. Vorgesehen ist, dass Rakesh Sachdev (Axalta) den Vorsitz übernimmt, während Greg Poux-Guillaume (AkzoNobel) als CEO fungiert. Der Unternehmenssitz bleibt in den Niederlanden; die operativen Zentralen sollen in Amsterdam und Philadelphia angesiedelt sein. Nach einer Übergangsphase mit zwei Börsennotierungen soll der Handel künftig ausschließlich an der NYSE erfolgen. Der Abschluss der Transaktion wird für Ende 2026 bis Anfang 2027 erwartet, vorbehaltlich regulatorischer und gesellschaftsrechtlicher Freigaben.

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