Neue Balgpumpe: Effizient, trockenlaufsicher und vielseitig

Elektrische Chemiebalgpumpen aus Polypropylen und PVDF zum Fördern von aggressiven Medien wie Säuren und Laugen bieten Energieeffizienz, Robustheit und Flexibilität.
Der Ottobrunner Pumpenhersteller Jessberger hat sein Produktionsprogramm erweitert und stellte seine neue Chemiebalgpumpen erstmals auf der European Coatings Show in Nürnberg einem breiten Publikum vor.
Die neuen Chemiebalgpumpen arbeiten nach dem Prinzip einer Verdränger- oder Drehkolbenpumpe. Aufgrund ihres einfachen Aufbaus und ihrer Robustheit sind die Pumpen eine interessante Lösung zum Fördern von Chemikalien und für viele weitere anspruchsvolle Förderaufgaben. Das Fördermedium wird von dem exzentrisch rotierenden Kolben (Rotor) im Pumpengehäuse vom Saugstutzen in Richtung des Druckstutzens geschoben. Die Förderrichtung der Pumpe entspricht dabei der Drehrichtung des Motors. In beide Förderrichtungen bringt dieser Pumpentyp die volle Förderleistung.
Ein elastisches Gummiteil, der sogenannte Pumpenbalg, umschließt den Rotor komplett und ist in verschiedenen Materialien erhältlich, zum FKM, EPDM oder Buna (NBR) für Öle. Der Pumpenbalg wird gleichzeitig von Flansch und Deckplatte dichtend gegen das Gehäuse gedrückt. Der Rotor und die Innenteile der Pumpe sind dadurch komplett vom Fördermedium getrennt. Die zu fördernde Flüssigkeit kommt infolgedessen nur mit der Innenfläche des Gehäuses und der Außenfläche des elastischen Pumpenbalges in Berührung, wobei letzterer als einziges Bauteil einem natürlichen Verschleiß unterliegt. Der Pumpenflansch und die Deckplatte werden aus widerstandsfähigem Stahlguss gefertigt und speziell lackiert. Durch die geschlossene Bauweise sind Welle und Lager gegen aggressive Einflüsse von außen zuverlässig geschützt.


Selbstansaugend, trockenlauf-fähig und kaum Verschleiss
Aufgrund ihrer Konstruktion sind die Chemiebalgpumpen selbstansaugend und absolut trockenlaufsicher. Sie eignen sich für den mobilen sowie stationären Einsatz und gewährleisten höchstmögliche Sicherheit und Flexibilität beim Fördern aggressiver Chemikalien wie Säuren und Laugen.
Die Pumpen enthalten keinerlei bewegliche Dichtungen, Stopfbuchsen oder Ventile, noch dazu sind sie unempfindlich gegenüber weichen Verschmutzungen. Neben Drehstrommotoren stehen auch Wechselstrommotoren zur Auswahl.
Energieffizienter als Druckluftmembranpumpen
Im Vergleich zu Druckluftmembranpumpen sind die Pumpen wesentlich energieeffizienter bei geringeren Energie- und Betriebskosten.
Die Antriebsdrehzahl beträgt für alle Pumpen 1.500 UpM, der Kraftbedarf 0,25 kW für die Größen JP-900.5 bis 18 bzw. 0,37 kW für die Größe JP-900.35 und 0,55 kW für die Größe JP-900.70.
Aufgrund des Elektromotors arbeiten die Pumpen drehrichtungsunabhängig, so dass ein Wechsel der Förderrichtung möglich ist. Über einen Frequenzumrichter kann die Förderleistung geregelt werden. Ab Mai 2025 werden zunächst fünf Pumpengrößen lieferbar sein.
Laut Geschäftsführer Tobias Jessberger rundet Jessberger durch diese neue Produktreihe das Produktionsprogramm strategisch ab. „Unseren mehr als 13.000 Kunden haben immer elektrische Pumpen gefehlt mit einem Ansaugschlauch statt eines starren Tauchrohrs, die ferner selbstansaugend sind und nicht trockenlaufen können. Mit den neuen Chemiebalgpumpen konnten wir genau diese Lücke schließen. Es handelt sich hierbei um einfache und universell einsetzbare Pumpen, die für sehr viele Anwendungsfälle geeignet sind. Auch die Möglichkeit des Wechsels der Förderrichtung macht diese Pumpen für viele Kunden sehr interessant.“

