ZVO-Oberflächentage: aktuelle und wichtige Themen für die Branche

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Über 500 Teilnehmer bei den ZVO-Oberflächentagen und viele aktuelle Themen von der Prozessoptimierung über die Energieversorgungskrise bis hin zu Management- und Unternehmensstrategie. Das Themenspektrum war breit aufgestellt und im Energieforum ging es durchweg lebhaft zu.

Nachdem die ZVO-Oberflächentage 2021 trotz niedrigerer Teilnehmerzahl als vor der Pandemie bereits mit einer sehr guten Stimmung stattfanden, fand die Veranstaltung in diesem Jahr zu alter Größe zurück. Deutlich über 500 Teilnehmer und am Donnerstag vier sowie am Freitag fünf parallele Vortragsreihen ließen inhaltlich keine Wünsche offen. Das Themenspektrum war breit aufgestellt. So stand am Donnerstag die erste Session ganz im Zeichen der Klimaneutralität sowie Energie und Ressourceneffizienz. Die Stimmung war angesichts der sich ankündigenden teils dramatischen Versorgungssituation im Bereich von Strom und Gas erstaunlich konstruktiv.

Auch im Vortragsblock zwei spielte das Thema im Rahmen der Bedeutung der Galvanotechnik für die nachhaltige Energieerzeugung und Speicherung eine zentrale Rolle. Weitere Vorträge behandelten das Thema KI-Technologie in der Galvanotechnik sowie Galvanik 4.0 in der Umsetzung. Abgesehen von den rein fachlich orientierten Vorträgen stieß auch die Session 4, das Unternehmerforum unter dem „Titel Management meets Oberfläche“ auf reges Interesse. Hier ging es schon um frühen Morgen lebhaft zu im Energieforum, in dem sowohl die unterschiedlichen Möglichkeiten des Energieeinkaufs sowie deren Vor- sowie Nachteile vorgestellt wurden. Anschließend folgte eine lebhafte Diskussion über Maßnahmen und Auswege aus der drohenden Versorgungskrise – bis hin zum Aufstellen von Öl- oder Flüssiggastanks. Die Vortragsreihe hatte aber noch weitere interessante Themen zu bieten, von der Kommunikationsfalle Audit über die Herausforderung der Mitarbeiterführung und Stressbewältigung in Krisenzeiten bis hin zum Cyber-Crime und die Möglichkeiten, die daraus resultierenden finanziellen wirtschaftlichen Risiken abzufedern.

Hochspannend war ein Vortrag zur strategisch motivierten Stilllegung eines eigentlich hervorragend aufgestellten Störfallbetriebes - mit erweiterten Pflichten nach 70 Jahren Betriebszeit. Dabei wurde deutlich, welcher Aufwand und welche unangenehme Überraschungen dabei auf die Durchführenden dauerten. Eine weitere bemerkenswerte Vortragsreihe am Freitag beschäftigte sich mit der Entscheidungsfindung für komplexe Systeme. Hierbei wurden zunächst einmal die Charakteristika eines komplexen Systems erläutert und aufbauend darauf auch anhand von Praxisbeispielen gezeigt, warum gut gemeinte Maßnahmen und Veränderungen in der betrieblichen Praxis mitunter zu unerwarteten, möglicherweise sogar problematischen und kontraproduktiven Entwicklungen führen. Weitere Vorträge behandelten das Thema Recycling von metallischen Überzügen, auch von Kunststoffbauteilen, samt Recycling und Wiederverwendung des Substrates. Denn eins ist klar, in Zeiten dramatisch steigender Ressourcenknappheit gehört sowohl Recycling als auch die Vermeidung von Ausschuss zu den Schlüsselfaktoren der Kostenreduzierung.

Alles in allem ist es dem ZVO gelungen, im Vortragsprogramm viele wichtige aktuelle Themen aufzunehmen. Auch ZVO-Hauptgeschäftsführer Christoph Matheis wertet die diesjährige Ausgabe als klaren Erfolg: „Wir haben ein überwältigendes Feedback zu den diesjährigen ZVO-Oberflächentagen in Leipzig erfahren. Gelobt wurden sowohl der Veranstaltungsort – die Kongresshalle am Zoo für die Eröffnungsfeier und das Congress Center Leipzig für Vortragsprogramm und Industrieausstellung – als auch die Themenauswahl und Qualität der Vorträge. Auch unsere 65 Aussteller waren mehr als zu zufrieden und berichteten von vielen guten Gesprächen an den Ständen. Obwohl wir mit 515 Teilnehmern noch nicht ganz an Vor-Corona-Zeiten anschließen konnten, haben die #OTLeipzig22 die Erwartungen übererfüllt. Vielleicht die insgesamt rundeste Veranstaltung, die wir bislang hatten!?“  

Die mo-Ausgabe 11/2022 wird im Rahmen eines ausführlicheren Nachberichtes näher auf die Vortragsinhalte eingehen.

 

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