ZVO im Austausch mit NRW-Umweltminister Oliver Krischer

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Vertreter des Zentralverbands Oberflächentechnik (ZVO) haben sich mit NRW-Umweltminister Oliver Krischer zur Industrieemissionsrichtlinie ausgetauscht.

Der Vorstandsvorsitzende des Zentralverbands Oberflächentechnik (ZVO), Jörg Püttbach, und der Leiter Politik des Verbands, Lukas Hanstein, haben sich im Februar mit dem nordrhein-westfälischen Umweltminister Oliver Krischer in Düsseldorf getroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen regulatorische Entwicklungen auf europäischer und nationaler Ebene sowie deren Auswirkungen auf Unternehmen der Oberflächentechnik.

Ein zentraler Gesprächspunkt war die Umsetzung der novellierten Industrieemissionsrichtlinie (IED 2.0) auf Landesebene. Der ZVO betonte, dass bei der nationalen und insbesondere landesrechtlichen Umsetzung eine möglichst unveränderte Übernahme der europäischen Vorgaben erfolgen sollte. Gerade im Vollzug – etwa bei der Auslegung durch die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz (LAI) oder bei der Interpretation von BREF-Dokumenten – sei eine harmonisierte und praxisorientierte Anwendung wichtig, um Wettbewerbsverzerrungen innerhalb Deutschlands zu vermeiden.

BREF-Dokumente und Investitionsentscheidungen

Im Zusammenhang mit der IED wurden auch aktuelle Entwicklungen in den BREF-Dokumenten angesprochen. Für die Oberflächentechnik – insbesondere im STM-BREF – haben diese Dokumente erhebliche Bedeutung für Genehmigungsverfahren und Investitionsentscheidungen. Der ZVO wies darauf hin, dass technische Rahmenbedingungen, unterschiedliche Anlagengrößen sowie die mittelständische Struktur vieler Unternehmen bei der Ausgestaltung von Anforderungen berücksichtigt werden sollten.

PFAS-Regulierung und Bürokratiebelastung

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die europäische Debatte um PFAS-Regulierungen. Der Verband sprach sich für eine differenzierte und risikobasierte Regulierung aus. Pauschale Verbote könnten industrielle Wertschöpfungsketten beeinträchtigen, ohne automatisch zu besseren Umweltlösungen zu führen. Darüber hinaus thematisierte der ZVO die zunehmende bürokratische Belastung für mittelständische Industrieunternehmen. Dokumentations- und Berichtspflichten sowie parallele regulatorische Verfahren führten zu zusätzlichem administrativem Aufwand.

Auch die Energieversorgung wurde angesprochen. Für energieintensive Prozesse in der Oberflächentechnik seien Planungssicherheit, Netzstabilität und wettbewerbsfähige Energiekosten wichtige Standortfaktoren. Nach Angaben des Verbandes soll der Dialog mit Politik und Behörden auf Landes- und Bundesebene fortgesetzt werden.

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