Die Plasmatreat GmbH und das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM haben ihre Kooperation im Bereich umweltfreundlicher Oberflächentechnologien ausgebaut. Ziel ist der Technologietransfer von der Forschung bis zur industriellen Serienanwendung PFAS-freier Beschichtungssysteme.
Plasmatreat übernimmt dabei die Skalierung der am Fraunhofer IFAM entwickelten Verfahren, die Integration in Produktionslinien sowie Service- und Schulungsleistungen. Das Fraunhofer IFAM bringt seine Expertise in der Entwicklung und Optimierung plasmagestützter Oberflächenbeschichtungen ein. Unternehmen sollen dadurch einen durchgängigen Zugang von Muster- und Pilotbeschichtungen bis hin zu schlüsselfertigen Serienanlagen erhalten.
PFAS-freie Antihaftbeschichtungen für industrielle Anwendungen
Die Kooperation richtet sich unter anderem an Unternehmen aus der Kunststoffverarbeitung, dem Werkzeug- und Formenbau sowie der Lebensmittel-, Verpackungs- und Medizintechnik. Im Fokus stehen die Beschichtungssysteme PLASLON und UltraPLAS.
PLASLON ist eine im Niederdruckplasma erzeugte Funktionsbeschichtung, die ohne Fluorverbindungen und PFAS auskommt. Die Beschichtung kombiniert Antihaftwirkung mit hoher Temperatur- und Medienbeständigkeit und eignet sich auch für komplexe Bauteilgeometrien. Zudem erfolgt die Applikation ohne flüchtige organische Lösungsmittel.
Werkzeugbeschichtungen für die Kunststoffverarbeitung
Mit UltraPLAS steht eine PFAS-freie Werkzeugbeschichtung für Anwendungen in der Thermoplast- und Elastomerverarbeitung zur Verfügung. Das Verfahren soll Entformungsprobleme reduzieren, Reinigungsintervalle verlängern und die Prozessstabilität erhöhen. Gleichzeitig wird eine Übertragung von Beschichtungsbestandteilen auf das Formteil vermieden.
„Mit dieser Partnerschaft erschließen wir neue Möglichkeiten für die Industrie, innovative und nachhaltige, PFAS-freie Beschichtungstechnologien effizient einzusetzen“, erklärt Magnus Buske, Geschäftsführer der Plasmatreat GmbH. Ziel sei ein schneller und risikoarmer Einstieg in die Technologie.
Auch das Fraunhofer IFAM sieht in der Zusammenarbeit einen wichtigen Schritt für die industrielle Umsetzung. Die Partnerschaft stelle sicher, dass neue Beschichtungstechnologien nicht im Labor verbleiben, sondern als qualifizierte Systeme in die industrielle Fertigung überführt werden.


