Die beiden Unternehmen Mafac – E. Schwarz GmbH & Co. KG und LPW Reinigungssysteme GmbH haben eine Vereinbarung zur koexistierenden Nutzung eines Patents im Bereich der vakuumbasierten Druckwechselreinigung getroffen. Damit beenden beide Seiten einen zuvor geführten Patentstreit und erkennen die jeweiligen Entwicklungsleistungen der vergangenen Jahre an.
Gegenstand der Vereinbarung ist ein Patent zur sensorbasierten Überwachung des Reinigungsfortschritts bei vakuumbasierten Druckwechselverfahren. Die Technologie dient der Prozessführung bei Reinigungs- und Spülprozessen und ermöglicht eine kontrollierte Extraktion von Verunreinigungen von Bauteiloberflächen. Die gemeinsame Nutzung soll beiden Unternehmen erlauben, ihre jeweiligen Technologien ohne rechtliche Einschränkungen weiterzuentwickeln.
Parallele Entwicklungen im Bereich der Teilereinigung
LPW hatte in den vergangenen Jahren Patente und Patentanmeldungen zum Verfahren der zyklischen Nukleation übernommen und diese zu einem stabilen waschmechanischen Baustein weiterentwickelt. Ergänzend meldete das Unternehmen 2019 ein Patent zur Bereitstellung eines Mediums mittels zyklischer Nukleation an, das 2022 erteilt wurde.
Mafac beschäftigt sich seit Mitte der 1990er-Jahre mit Reinigungsverfahren im Vakuumumfeld. Bereits 1997 wurde ein internationales Patent zum vakuumbasierten Druckwechselverfahren angemeldet und erteilt. Auf dieser Grundlage entwickelte Mafac die heute eingesetzte VAP-Technologie weiter.
Bedeutung für künftige Reinigungsprozesse
Beide Unternehmen sehen in der Vereinbarung eine Grundlage, um Entwicklungsressourcen stärker auf neue Technologien zu konzentrieren. Angesichts steigender Anforderungen an Prozessüberwachung, Qualität und Dokumentation in der industriellen Teilereinigung gewinnt die sensorbasierte Prozessführung weiter an Bedeutung.
Durch die Einigung können Mafac und LPW ihre jeweiligen Innovationsvorhaben fortsetzen und ihre Lösungen unabhängig voneinander weiterentwickeln, während der Wettbewerb im Markt bestehen bleibt.



