Vor zehn Jahren entstand bei Sehon erstmals die Anforderung, Roboterlackierung für das Handwerk nutzbar zu machen. Während Lackierroboter in der seriellen Automobilproduktion seit langem etabliert sind, galten sie für die Reparaturlackierung, Kleinserien und die Beschichtung einzelner Teile lange als kaum umsetzbar.
Der Grund liegt in den Rahmenbedingungen des Handwerks. Anders als in der Industrie mit standardisierten Produkten und Abläufen müssen Lackierprozesse hier eine große Bandbreite unterschiedlicher Fahrzeuge und Bauteile abdecken. Einheitliche Werkstücke und wiederkehrende Prozessketten fehlen.
KI und Scantechnik für variable Lackieraufgaben
Mit der neuen, KI-gestützten Lackierkabinengeneration AI-Revolution will Sehon diese Lücke schließen. In der Kabine werden Bauteile oder komplette Fahrzeuge zunächst vollständig gescannt. Die dabei erfassten Daten werden an einen Rechner übergeben, der daraus Bewegungs- und Arbeitsbefehle für den Lackierroboter ableitet. Zusätzlich entstehen grafische Darstellungen für das Steuerungsterminal.
Am Terminal legt der Lackierer fest, welche Flächen bearbeitet werden sollen, und startet anschließend den automatisierten Lackierprozess. „Durch KI, verbesserte Robotertechnologie und speziell für diese Anwendungen entwickelte Lackierkabinen haben unsere Kunden nun die Möglichkeit, diese Technologie einzusetzen“, erläutert der geschäftsführende Gesellschafter.
Neue Anforderungen an die Lackierkabine
Mit dem Einsatz von Robotertechnik verändern sich auch die Anforderungen an die Anlagentechnik. Lackierkabinen müssen dafür neu ausgelegt werden. Das betrifft insbesondere Sicherheitsaspekte und den Explosionsschutz, wenn Mensch und Robotik in einem gemeinsamen Arbeitsumfeld eingesetzt werden.
Die neue Kabinengeneration positioniert Sehon als Ansatz für Betriebe, die ihre Prozesse angesichts von Fachkräftemangel, hohem Krankenstand, fehlendem Nachwuchs und steigenden Kosten stabilisieren und stärker automatisieren wollen.


