KI-gestützte Roboterlackierung verspricht, Fachkräfte zu entlasten und Lackierprozesse reproduzierbarer zu machen. Doch wie beurteilen Praktiker die Technik? Oliver Bayer, Niederlassungsleiter bei Gohm + Graf Hardenberg in Aach, und Giuseppe Palopoli, Werkstattleiter Karosserie und Lack, haben sich beim Sehon-Workshop die AI-Revolution im praktischen Einsatz angesehen.
Für Bayer ist vor allem der Fachkräftemangel ein Grund, sich intensiv mit automatisierten Lackierprozessen zu beschäftigen. Ob sich die Investition rechnet, hängt aus seiner Sicht wesentlich vom Durchsatz eines Betriebs und vom Zustand der vorhandenen Lackieranlage ab. Gleichzeitig sieht er die Chance, qualifizierte Mitarbeiter von Teilen des eigentlichen Lackierprozesses zu entlasten und stärker für Vorbereitung, Finish und andere anspruchsvolle Arbeiten einzusetzen.
Giuseppe Palopoli blickt aus der Perspektive eines erfahrenen Karosserie- und Lackfachmanns auf das Lackierergebnis. Besonders die Bearbeitung der Kanten einer Stoßstange und die gleichmäßige Führung des Roboters haben ihn überzeugt. Als wichtigen Vorteil sieht er die hohe Prozesssicherheit. Den Lackierer überflüssig mache die Technik deshalb jedoch nicht: Erfahrung und die Beurteilung von Abweichungen und Fehlern blieben weiterhin Aufgaben des Menschen.
Im Video erklären beide, wo sie die Stärken der KI-gestützten Roboterlackierung sehen, an welchen Stellen noch Entwicklungspotenzial besteht und für welche Betriebe sich der Einstieg in die Technologie besonders interessant entwickeln könnte.

