Evonik steigert das Geschäftsergebnis deutlich – stark gefragt sind Additive für Farben und Beschichtungen

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Evonik hat im zweiten Quartal 2026 Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Für das Geschäft mit Additiven trugen eine starke Nachfrage aus der Farben- und Beschichtungsindustrie sowie höhere Verkaufspreise zur guten Entwicklung bei.

Der Spezialchemiekonzern Evonik erzielte im zweiten Quartal 2026 ein bereinigtes EBITDA von 630 Millionen Euro. Dies entspricht einem Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Umsatz legte um 11 Prozent zu, Verkaufsmengen und Preise stiegen um jeweils 7 Prozent. Begünstigt wurde die Entwicklung vor allem durch Lieferengpässe der asiatischen Wettbewerbern aufgrund der Beeinträchtigungen des Schifffahrtsverkehrs im Nahen Osten.

Für das Gesamtjahr erwartet Evonik nun ein bereinigtes EBITDA zwischen 2,0 und 2,2 Milliarden Euro. Zuvor hatte der Konzern mit 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro gerechnet. „Wir wollen unsere Verschuldungskennziffern verbessern für mehr Handlungsspielraum in der Zukunft, Dieses gute Ergebnis hilft uns dabei", sagt Michael Rauch, der seit dem 1. Mai 2026 Finanzvorstand von Evonik ist. 

Nachfrage nach Additiven für Farben und Beschichtungen steigt

Im  für die Oberflächentechnik relevanten Segment Custom Solutions stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 4 Prozent auf 1,422 Milliarden Euro. Höhere Mengen und Verkaufspreise wurden teilweise durch negative Währungseffekte ausgeglichen.

Im Bereich Additives verzeichnete Evonik eine stärkere Nachfrage unter anderem nach Produkten für die Farben- und Beschichtungsindustrie. Diese erzielten zugleich höhere Verkaufspreise. Auch Additive für Polyurethanschäume und langlebige Konsumgüter sowie Öladditive waren stärker gefragt.

Das bereinigte EBITDA des Segments Custom Solutions erhöhte sich um 7 Prozent auf 271 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge stieg von 18,6 auf 19,1 Prozent.

Evonik setzt Effizienzprogramm fort

Trotz der verbesserten Geschäftsentwicklung hält Evonik an seinen Effizienzmaßnahmen fest. Im Rahmen von „Evonik Tailor Made“ und weiteren Programmen sollen zwischen 2024 und 2026 insgesamt 2.800 Stellen entfallen. Für die Jahre 2027 bis 2029 ist eine weitere Streichung von rund 3.200 Stellen vorgesehen.

Der Free Cashflow verbesserte sich im zweiten Quartal auf 49 Millionen Euro, nachdem er im entsprechenden Vorjahreszeitraum bei minus 211 Millionen Euro gelegen hatte.

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