Evonik schließt Standorte Hamburg und Bitterfeld

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Evonik will 2027 zwei kleinere Standorte in Hamburg und Bitterfeld schließen und die dortigen Aktivitäten an größeren deutschen Standorten bündeln. Betroffen sind die Bereiche Kosmetik- und Pflegeprodukte sowie Chlorsilane. Die Kundenversorgung soll über Essen und Rheinfelden fortgeführt werden.

Am Standort Hamburg arbeiten derzeit rund 50 Beschäftigte im Bereich Kosmetik- und Pflegeprodukte. Der Standort soll Mitte 2027 geschlossen werden. Die Aktivitäten und das technologische Know-how werden am Standort Essen Goldschmidtstraße zusammengeführt. Essen bildet bereits einen Schwerpunkt der Business Line Care Solutions.

Evonik begründet die Konzentration unter anderem mit fragmentierten Produktions-, Verwaltungs- und Laborstrukturen sowie dem Kostendruck im internationalen Wettbewerb. Der Bereich Care Solutions ist zudem von der schwachen globalen Wirtschaftsentwicklung und anhaltendem Margendruck betroffen.

„Gleichzeitig sind unsere Produktions-, Verwaltungs- und Laborstrukturen in einigen Bereichen zu stark fragmentiert. Das führt zu unnötig hohen Kosten und schwächt unsere Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Claus Rettig, Interims-Vorstandsvorsitzender von Evonik.

Chlorsilan-Produktion wird in Rheinfelden konzentriert

Der Standort Bitterfeld mit rund 40 Beschäftigten soll Ende April 2027 schließen. Dort wird hochreines Siliciumtetrachlorid produziert. Als Gründe nennt Evonik ein steigendes Angebot aus Asien, zunehmenden Wettbewerbsdruck und eine seit längerem nicht ausreichende Anlagenauslastung.

Geprüft wurden unter anderem alternative Betriebskonzepte, Kapazitätsreduzierungen, eine vorübergehende Außerbetriebnahme sowie Verkaufsszenarien. Diese Optionen eröffneten keine langfristig tragfähige wirtschaftliche Perspektive. Die Belieferung der Kunden soll künftig vor allem über den Standort Rheinfelden erfolgen.

Lösungen für rund 90 Beschäftigte

Für die insgesamt rund 90 Beschäftigten in Hamburg und Bitterfeld sollen gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretungen sozialverträgliche Lösungen entwickelt werden. Die Gespräche über das weitere Vorgehen laufen in den kommenden Monaten.

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