Mit dem Anfahren erster Anlagen am neuen Verbundstandort in Zhanjiang erreicht BASF einen zentralen Projektmeilenstein. Ziel ist es, die wachsende Nachfrage in China und der Asien-Pazifik-Region verlässlich zu bedienen und die regional ausgerichtete „local for local“-Produktion auszubauen.
Kernanlagen und Zeitplan
Die Hauptbauphase umfasst einen Steamcracker mit 1 Mio. t Ethylen pro Jahr sowie mehrere Downstream-Einheiten für Petrochemikalien und Zwischenprodukte. Nach dem Baustart erster Anlagen 2020 und der finalen Investitionsentscheidung im Juli 2022 befindet sich das Projekt laut Unternehmen im Zeitplan. Die Inbetriebnahme des gesamten Kerns ist bis Ende 2025 vorgesehen. Die Gesamtinvestitionen betragen rund 8,7 Mrd. € und liegen nach Unternehmensangaben unter Budget.
Ausrichtung auf regionale Märkte und Nachhaltigkeit
Mit modernisierten Basischemikalien-Kapazitäten will BASF Kunden aus unterschiedlichen Branchen in der Region versorgen. Der Standort ist darauf ausgelegt, hochwertige Chemieprodukte mit verringertem CO₂-Fußabdruck bereitzustellen; konkrete Vergleichswerte nennt das Unternehmen in der Mitteilung nicht.
Bedeutung für die Oberflächentechnik
Für Lack-, Beschichtungs- und Klebstoffanwendungen sind petrochemische Grundstoffe und Zwischenprodukte essenziell. Zusätzliche Kapazitäten vor Ort können Lieferwege verkürzen und die Versorgungssicherheit in Asien erhöhen – relevant für international produzierende Hersteller von Beschichtungsrohstoffen und für Anwender mit Fertigung in der Region.

