Palbit setzt seit mehr als 20 Jahren Beschichtungstechnik von Cemecon für Wendeschneidplatten und Schaftwerkzeuge ein. Im Juni 2026 kam am portugiesischen Standort eine weitere CC800 HiPIMS inklusive Peripherie hinzu. Seit der Installation der ersten eigenen CC800-HiPIMS-Turnkey-Anlage im Jahr 2016 hat Palbit seine internen Beschichtungskapazitäten kontinuierlich ausgebaut.
Der Werkzeughersteller Palbit deckt dabei einen großen Teil der Wertschöpfung selbst ab: von der Pulverherstellung über Werkzeugkörper und -halter bis zur abschließenden Beschichtung. Neben Beschichtungsrezepturen aus dem Cemecon-Portfolio entwickelt die eigene F&E-Abteilung Anpassungen für bestimmte Hartmetalle und Anwendungen. „Unsere Zusammenarbeit mit CemeCon ist ein wichtiger Pfeiler für die Leistungsfähigkeit und den Erfolg unserer Werkzeuge“, sagt Jorge Ferreira, CEO von Palbit. Die Beschichtung wird dabei als eigener Fertigungsschritt und als interne technologische Kompetenz des Werkzeugherstellers geführt.
HiPIMS ermöglicht Schichtdicken bis 12 Mikrometer
Palbit fertigt Werkzeuge zum Fräsen, Drehen, Bohren, Gewindebearbeiten sowie Ein- und Abstechen. Entsprechend unterschiedlich sind die Anforderungen an die Beschichtungen. Mit den HiPIMS-Anlagen lassen sich Schichtsysteme an Werkzeuggeometrie, Hartmetall und Zerspanungsanwendung anpassen.
Bei AlTiN-Schichten sind mit der HiPIMS-Technologie Schichtdicken bis 12 µm möglich. Mit früher eingesetzten PVD-Verfahren konnte Cemecon AlTiN bereits in Schichtdicken bis 6 µm auf Zerspanwerkzeuge aufbringen. Die neue Anlage erweitert bei Palbit insbesondere die Kapazitäten für die interne Beschichtung.
Palbit baut Inhouse-Beschichtung weiter aus
Neben der Anlagentechnik nutzt Palbit Beratungs-, Service- und Beschichtungsleistungen von Cemecon. Bei Kapazitätsspitzen kann der externe Beschichtungsservice zusätzliche Aufträge übernehmen. Die Installation fällt zugleich in das 40. Jahr seit der Gründung von Cemecon.


