Rund 90 Fachleute aus Galvano- und Oberflächentechnik haben am 15. Südwestfälischen Oberflächentag in Hagen teilgenommen. Die Veranstaltung wurde von der SIHK zu Hagen gemeinsam mit der Bezirksgruppe Iserlohn der Deutschen Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik organisiert. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen, rechtliche Anforderungen und der fachliche Austausch innerhalb der Branche.
KI in der Oberflächentechnik
Unter der Moderation von Dr. Sven Hering, Metoba Metalloberflächenbearbeitung, standen fünf Fachvorträge auf dem Programm. Frank Benner von B+T Oberflächentechnik zeigte anhand betrieblicher Beispiele, wie Künstliche Intelligenz Produktionsdaten zusammenführen und Prozesse in der Oberflächentechnik unterstützen kann. Im Fokus standen konkrete Anwendungen, mit denen sich Abläufe transparenter gestalten und Effizienzpotenziale besser erkennen lassen.
Sicherheit bei Gefahrstoffen und wassergefährdenden Stoffen
Frank Schüle von Qubus informierte über Anforderungen bei der Lagerung von Gefahrstoffen. Neben rechtlichen Vorgaben und Kennzeichnungspflichten ging es um typische Fehlerquellen und praktikable Lösungen für Unternehmen. Markus Giesen von FGH Umwelt- und Wassertechnik erläuterte anschließend die Umsetzung der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Praxisbeispiele zeigten, worauf Betriebe bei Planung, Bau und Betrieb entsprechender Anlagen achten müssen.
Nachwuchsgewinnung und Brandschutz
Ein weiteres Thema war die Fachkräftesicherung. Dr. Daniel Meyer von der DGO und Frank Tischlinger vom Technischen Berufskolleg Solingen stellten Chancen und Herausforderungen der Aus- und Weiterbildung vor. Angesichts der großen Zahl an Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in Deutschland sei es wichtig, den Beruf des Oberflächenbeschichters sichtbarer zu machen, unter anderem über soziale Medien.
Den Abschluss bildete ein Vortrag von Jörg Zimmermann, Gazima, zum Brandschutz in der Galvanotechnik. Er berichtete aus Sicht eines Galvanikbetreibers und Feuerwehrmanns über Brandursachen, Schadensfälle und Präventionsmaßnahmen. Unternehmen sollten frühzeitig den Kontakt zur örtlichen Feuerwehr suchen, um Abläufe und Anforderungen vor einem möglichen Ernstfall abzustimmen. Im Anschluss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum Austausch mit Referenten und Branchenkollegen.


