Salzgitter steigert Ergebnis – Stahlgeschäft und Salcos im Fokus

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Der Salzgitter-Konzern hat sein Ergebnis im ersten Halbjahr 2026 deutlich verbessert. Im Stahlgeschäft stehen vor allem Auslieferungen und Kosten, die Investitionen in das Dekarbonisierungsprogramm Salcos sowie die Integration der Hüttenwerke Krupp Mannesmann im Mittelpunkt. Parallel schreitet der Umbau hin zu CO₂-reduziert erzeugten Stählen voran.

Der Außenumsatz lag mit 4,6 Mrd. Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 4,7 Mrd. Euro. Das um Bewertungseffekte aus der Umtauschanleihe bereinigte EBITDA VX stieg von 116,8 auf 459,0 Mio. Euro. Das EBT VX verbesserte sich von minus 83,8 auf 257,6 Mio. Euro. Darin enthalten sind 193,0 Mio. Euro aus der Beteiligung an Aurubis.

Unter Einbeziehung der Bewertungseffekte aus der Umtauschanleihe erreichte das EBITDA 277,7 Mio. Euro, der Gewinn vor Steuern 76,3 Mio. Euro. Unter dem Strich verblieb ein Ergebnis von 43,5 Mio. Euro nach minus 88,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Stahlgeschäft bleibt unter Beobachtung

Trotz der verbesserten Halbjahreszahlen geriet die Salzgitter-Aktie am 11. August unter Druck. Wie dpa-AFX berichtete, bewertete JPMorgan-Analyst Dominic O’Kane das operative Ergebnis der Stahlfertigung aufgrund höherer Kosten als schwächer als von ihm erwartet. Citigroup-Analyst Krishan Agarwal verwies zudem auf einen Rückgang der Stahlauslieferungen im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal.

Die Belastungen im Stahlgeschäft treffen zugleich auf schwierige industrielle Rahmenbedingungen. Salzgitter-Chef Gunnar Groebler hatte bereits bei der Jahrespressekonferenz zum Geschäftsjahr 2025 auf „anhaltende Konjunkturschwäche, hohe Energiepreise und zunehmende handelspolitische Unsicherheiten“ verwiesen. Für stahlverarbeitende Branchen rücken damit Liefermengen, Vormaterialmärkte, Energiekosten und Investitionsbedingungen weiter in den Fokus.

Salcos verändert die Werkstoffbasis

Parallel investiert Salzgitter weiter in die erste Phase des Dekarbonisierungsprogramms Salcos. Mit CO₂-reduziert erzeugten Stählen verändert sich die Werkstoffbasis in industriellen Lieferketten. Für die Oberflächentechnik rücken damit Verarbeitung, Beschichtung und die Integration dieser Werkstoffe in bestehende Produktionsprozesse stärker in den Mittelpunkt.

Das Ergebnisverbesserungsprogramm P28 erreichte bis Ende Juni zusätzliche Effekte von 97 Mio. Euro. Seit Programmstart summieren sie sich auf nahezu 350 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr 2026 sind 122 Mio. Euro vorgesehen.

Finanzvorständin Birgit Potrafki sagte: „Unser Ergebnisverbesserungsprogramm P28 erzielte bis Ende Juni einen nachhaltigen Effekt von 97 Mio. €. Damit haben wir bereits zur Jahresmitte den Großteil des für 2026 angestrebten Gesamtjahresziels von 122 Mio. € erreicht.“

Die vollständige Übernahme der Hüttenwerke Krupp Mannesmann ist inzwischen abgeschlossen und in der Jahresprognose berücksichtigt. Für 2026 erwartet Salzgitter einen Umsatz von rund 10 Mrd. Euro. Das EBITDA VX soll zwischen 725 und 825 Mio. Euro und das EBT VX zwischen 325 und 425 Mio. Euro liegen. Für die zweite Jahreshälfte wird weiterhin nur mit einer moderaten Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gerechnet.

Quellen: Salzgitter AG; dpa-AFX

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