Ausbildung kostet Zeit, Geld und Einsatz – von den Ausbildern, aber auch von den Auszubildenden. In Zeiten rarer Fachkräfte und auch motivierter Auszubildenden ist es wichtig positive Anreize zu setzen. Schließlich würden auch die meisten jungen Menschen Ihre Fahrschule nur ungern in einem älteren Gebrauchtwagen absolvieren wollen. Dennoch müssen Ausbildungsinstitutionen sich mangels Finanzierungsmöglichkeiten häufig mit in die Jahre gekommenem Gerät arrangieren. Diesen Herausforderungen unterliegen mitunter sogar sehr anerkannte Forschungsinstitute.
Ausbildung erfordert moderne Technologien
Auch wenn man der Auseinandersetzung mit nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprechender Anlagentechnik durchaus didaktisch positive Aspekte abgewinnen kann, bleibt ein gravierender Nachteil, denn die Probanden können nicht an die vielfältigen Möglichkeiten moderner Anlagentechnik herangeführt werden. und müssen dann von Ihren Arbeitgebern erst auf den in dem Betrieb herrschenden Stand der Technik gebracht werden. Auch die Chance, das ein neuer Mitarbeiter frischen Wind aus der Ausbildung mitbringt und den Fertigungsleiter für die Möglichkeiten zeitgemäßer Anlagentechnik begeistert, wird so vertan. Von daher sind Partnerschaften zwischen Ausbildungsinstitutionen und der Industrie von großer Wichtigkeit für die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und der Zukunft qualifizierter Arbeit in Deutschland und Europa. Wenn Schule und Wirtschaft an einem Strang ziehen, profitieren am Ende alle Beteiligten. Ein gelungenes Beispiel dafür ist die Kooperation zwischen der GDS1 und der Wagner Group im Bereich der Beschichtungstechnik.
Absolventen der GDS1 bringen Kooperation ins Rollen
Absolventen der GDS1, die inzwischen bei Wagner tätig sind, erfuhren auf der PaintExpo 2024, dass die Schule eine neue Pulverlackkabine anschaffen möchte und da außerdem Auszubildende von Wagner ihren schulischen Teil der Ausbildung an der GDS1 absolvieren, kamen beide Parteien überein, dass diese Gelegenheit zur Vertiefung der Zusammenarbeit genutzt werden sollte. Kurzerhand spendete der Hersteller eine moderne Beschichtungskabine samt Applikationstechnik an die Schule.
Seit Beginn dieses Schuljahres ist die neue Anlage nun in Betrieb. Für Fachlehrer Markus Single steht fest: „So eine Zusammenarbeit ist toll und wichtig. Gemeinsam mit engagierten Firmen wie Wagner bleibt die GDS1 im bundesweiten Vergleich führend und kann ihren Unterricht weiterhin auf höchstem Niveau gestalten.“
Auch in den aktuell wirtschaftlich sehr herausfordernden Zeiten sollte die Industrie die Unterstützung der Ausbildung und Qualifizierung von Fachkräften weit oben auf der Agenda halten – nicht nur zum Wohle der Auszubildenden, sondern ganz klar auch im Interesse der zukünftigen eigenen Wettbewerbsfähigkeit.



