Labor für Perowskit-Silizium-Photovoltaik eröffnet

Anzeige Vakuumtechnologie | Erstellt von SI

Durch das Aufbringen einer 500 nm dünnen Perowskit-Zelle auf eine herkömmliche Silizium-Solarzelle steigt das theoretische Wirkungsgradlimit von 29,4 auf 43,3 %. Um dieser Tandem-Technologie den Weg in die industrielle Umsetzung zu ebnen, hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) heute ein neues Labor namens Pero-Si-Scale eröffnet.

Das neue Pero-Si-Scale knüpft an die Entwicklung aus dem Labor (Technologiereifegrad TRL1-TRL4) an und überführt die Zelldesigns mit skalierbaren Fertigungsprozessen auf industrielle Zellformate bis zur Wafergröße von 210 × 210 mm. Neben der Entwicklung von Perowskit-Silizium-Solarzellen und -modulen sowie Verfahren zu deren Herstellung bietet das Labor auch eine Charakterisierungs- und Analyse-Umgebung.

„Die neue Laborinfrastruktur baut auf 20 Jahren Erfahrung in der industrienahen Entwicklung von Silizium-Photovoltaik im Photovoltaik Technologie Evaluations Center PV-Tec auf“, sagt Priv.-Doz. Dr. Ralf Preu, Bereichsleiter Photovoltaik am Fraunhofer ISE. „Das PV-Tec gewährleistet auch die Versorgung des Pero-Si-Scale mit optimierten Silizium-Bottom-Zellen, sowie einer engen Anbindung an heutige Produktionsprozesse.“

Das ISE setzt beim Herstellungsverfahren für Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen auf eine Hybrid-Route mit Vakuum- und nasschemischen Prozessen. Dieses Vorgehen erlaubt es, weiterhin normale Silizium-Solarzellen aus der Industrie zu verwenden.

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