Für viele Unternehmen ist künstliche Intelligenz noch immer ein Thema zwischen Neugier, Unsicherheit und vorsichtiger Erprobung. Experten warnen jedoch davor, diese Haltung abwartende Position zu lange beizubehalten. Deren Sicht zufolge steht die Industrie nicht vor einem kurzfristigen Digitalisierungstrend, sondern vor einer Entwicklung, die bald über künftige Wettbewerbsfähigkeit, Produktivität und teilweise sogar über die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit von Unternehmen entscheiden werde.
Effizienzgewinne in klar umrissenen Prozessen
KI kann heute bereits in klar umrissenen Prozessen erhebliche Effizienzgewinne bringen – weit über die inzwischen übliche Nutzung als Sprachmodell hinaus. Ein wichtiges Thema, dass in diesem Kontext zu adressieren ist, ist die Datensicherheit – bei der bequemen Nutzung externer Plattformen muss klar sein, dass eingegebene Informationen außerhalb des eigenen direkten Kontrollbereichs verarbeitet werden können. Es gibt also viele Aspekte, die für eine zukunftssichere Nutzung von KI zu beachten sind. Trotzdem liegen wirtschaftlich die Schwellen für erste Projekte oft niedriger, als viele Unternehmen annehmen. Wie nimmt man die Mitarbeiter mit auf den Weg, ohne Widerstände und Ängste zu erzeugen? Erfahren Sie mehr über die Nutzungsmöglichkeiten von KI in der Industrie in unserem Fachartikel in der Ausgabe 2 des Magazins für Oberflächentechnik, für den wir mit einem Experten für Digitialisierung und KI Anwendungen gesprochen haben: Christian Seifert. Er verfügt über einen ungewöhnlich langen Praxishintergrund in der Digitalisierung: Er bewegt sich seit der Frühphase des Internets in diesem Feld und war damals an vorderster Front bereits Mitte der 1990er Jahre im industriellen Umfeld mit der damaligen Internet-Technologie tätig und damit ein aktiver Wegbereiter. Seifert hat die digitale Entwicklung von den ersten Unternehmens-Websites und Netzanbindungen bis zu heutigen KI-Anwendungen über Jahrzehnte hinweg beruflich begleitet und fokussiert nun die praktische Nutzung von KI für Unternehmen.
Nicht nur beobachten, erste konkrete Schritte einleiten
Sein Botschaft für die Unternehmen ist klar: KI ist kein Thema mehr für spätere Beobachtung, sondern für strukturierte erste Schritte. Entscheidend sind weder große Schlagworte noch spektakuläre Zukunftsversprechen, sondern belastbare Anwendungen, schneller Nutzen, saubere Datenstrategien und ein Unternehmen, das seine Leute auf diesem Weg mitnimmt. Oder, wie Seifert es formuliert: Nicht der Große frisst den Kleinen, sondern der Schnelle den Langsamen.


