Bei Rundgängen durch die Labore und Technika des Fraunhofer IST konnten die Teilnehmer sehen, wo Innovationen entstehen und wie anwendungsnahe Forschung und potenzielle Unternehmensgründungen am Institut verbunden sind.
„Ausgründungen sind für uns ein wichtiger Transferpfad“, sagt Prof. Dr. Christoph Herrmann, Institutsleiter des Fraunhofer IST und Professor an der TU Braunschweig. Er erläutert: „Unser Ziel ist es, Forschungsergebnisse in wirtschaftliche und gesellschaftliche Anwendungen zu überführen und Gründungsteams frühzeitig zu unterstützen. Die Einbindung des Fraunhofer IST in das regionale Netzwerk ist dabei zentral für erfolgreiche Ausgründungen.“
Stadt und Region bieten Umfeld für Gründer
Dass das regionale Umfeld hierfür die Voraussetzungen bietet, zeigte nicht nur dieser Abend. Mit Initiativen der Wirtschaftsförderung, Gründungsnetzwerken, Inkubatoren und verschiedenen anderen Formaten engagieren sich die Stadt und die TU Braunschweig, um für Gründer ein attraktives Ökosystem zu schaffen, das von der Forschungsdichte der Region profitiert.
Als Teil dieses regionalen Ökosystems ist das Fraunhofer IST wissenschaftlich insbesondere mit der TU Braunschweig verbunden, deren Transferstrategie „Transfer and Innovation Ecosystems TIES“ Forschung, Lehre und Gründungskultur verzahnt und Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenführt. Diese Verbindung schafft für Forscher und Gründungsinteressierte gute Bedingungen für neue Ideen und die Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle.
Die beiden Ausgründungen des Fraunhofer IST zeigten an dem Abend, wie vielfältig die Transferwege aus der angewandten Forschung sein können: S Mile Solutions (Smart Last Mile Solutions) entwickelt infrastrukturbasierte Ansätze für die „letzte Meile“ in abgelegenen Regionen Subsahara-Afrikas. Ziel ist es, die Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern, von der Versorgung mit sauberem Wasser und Strom über Hygienemaßnahmen bis hin zu medizinischer Grundversorgung inklusive Telemedizin. Integrated Nanotech arbeitet an der Handhabung und dem Transport von Wasserstoff. Mit dem Fraunhofer IST entwickelt das Spin-off Systeme zur Detektion von Wasserstofflecks, um Sicherheit und Effizienz in wasserstoffbasierten Transportsystemen zu erhöhen.
Forschungsinstitut will Ausgründungen stärken
Beide Unternehmen präsentierten sich neben den weiteren Start‑ups und nutzten den Abend, um ihr Netzwerk zu erweitern, Kontakte zu Investoren zu knüpfen und Feedback aus der Praxis zu erhalten.
Für das Fraunhofer IST war die Veranstaltung ein weiterer Schritt, um den Transferpfad Ausgründungen auszubauen, Gründungsteams zu begleiten und die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern zu intensivieren. Der Matching‑Abend zeigte, wie sich Forschung, Gründungsdynamik und regionale Initiativen in Braunschweig verzahnen und welche Potenziale daraus für die Zukunft entstehen, heißt es in der Mitteilung des Fraunhofer IST.


