Erstes handelsübliches Massenspektrometer auf dem Mond

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Rückblick auf die südlichste Mondlandung der Geschichte: Vor einem Jahr landete das Raumfahrzeug Athena von Intuitive Machines bei der IM-2-Mission knapp neben dem Ziel. Jetzt zeigt sich, dass einige Messungen trotz Bruchlandung erfolgreich waren.

An Bord während der IM-2-Mission befand sich das Msolo-Instrument (Mass Spectrometer Observing Lunar Operations) der Nasa, das mit dem handelsüblichen Transpector MPH-Quadrupol-Massenspektrometer betrieben wird, wie der Hersteller Inficon mitteilt. Das Ziel bei der Landung war es, 1 m tief in den Regolith zu bohren, um Isotopenverhältnisse zu quantifizieren. So sollte die Herkunft des Mondwassers bestimmt sowie andere flüchtige Stoffe gemessen werden, falls vorhanden.

Zwar absolvierte Athena ihren Abstieg erfolgreich und landete weiter südlich als jede Mission zuvor, doch aufgrund der Umweltbedingungen auf dem Mond verfehlte sie knapp ihren Zielort und landete auf der Seite in einem kleinen Krater. Das verhinderte eine Aufladung der Solarpaneele und das Bohren in den Regolith.

Msolo war jedoch während des Weltraumtransits und an der Mondoberfläche einsatzbereit und funktionierte mehrere Stunden lang, bis die Batterie des Landers erschöpft war. Das Massenspektrometer sammelte Daten zur Gaszusammensetzung und zu flüchtigen Stoffen aus dem Weltraum und an der Mondoberfläche (136 vollständige Spektren).

Das Transpector MPH-Vierfach-Massenspektrometer soll an mindestens zwei weiteren Missionen teilnehmen: einer Mission von Nasa und Blue Origin namens Viper und einer kommerziellen Mission zur Erkundung von Weltraumressourcen. „Wir freuen uns, zu diesen neuen Mondprojekten beizutragen, indem wir Technik bereitstellen, die eine tiefgreifendere Erforschung und breitere Innovationsmöglichkeiten im Weltraum ermöglicht“, sagte Hannah Henley, Präsidentin von Inficon Inc.

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