Die Nachfrage ist riesig: Allein in Deutschland benötigen rund acht Millionen Menschen jährlich Zahnersatz; mit der steigenden Lebenserwartung wird auch diese Zahl weiter wachsen. Global sind die Aussichten ebenfalls „zukunftssicher“: Mit dem steigenden Wohlstand geht in allen wirtschaftlich wachsenden Weltregionen der Wunsch nach ästhetischen Zähnen einher. Der Markt für Zahnersatz wächst infolgedessen stetig und zuverlässig mit.
Ein Wandel macht sich bei der Herstellung des Zahnersatzes bemerkbar. Die Zeichen stehen auf Effizienz: Was lange Zeit Handarbeit im Dentallabor war, wird heute automatisiert gefertigt. Zahnlabore, aber vor allem Zahnarztpraxen selbst setzen zunehmend auf CAD/CAM-Fräseinheiten, um Kronen, Brücken und Inlays aus Zirkonoxid-Rohlingen herzustellen. In einem digitalisierten Verfahren wird das Gebiss gescannt und der Datensatz direkt in ein Fräsprogramm überführt. Anschließend wird aus dem vorgefertigten Rohling, dem so genannten Blank, der Zahnersatz herausgearbeitet – schnell, effizient und mit Qualität.
Der keramische Werkstoff Zirkonoxid für den Zahnersatz bietet Langlebigkeit, Ästhetik und Biokompatibilität. Jedoch ist er auch sehr abrasiv. Für die Präzisionswerkzeuge bedeutet das: Sie sind in Gefahr, sehr schnell zu verschleißen. Konventionelle Fräser stoßen hier schnell an ihre Grenzen, wie der Beschichtungsspezialist Cemecon aus Würselen mitteilt. Nur diamantbeschichtete Werkzeuge gewährleisten eine prozesssichere und wirtschaftliche Bearbeitung. Sie sind in diesem Anwendungsfeld die einzige technisch überzeugende Anwendung, heißt es von Cemecon.
Vorsprung dank starkem Partner
Für Werkzeughersteller, die bereits Diamantbeschichtungen für ihre Werkzeuge zur Bearbeitung von Graphit nutzen, eröffnet sich in der Dentaltechnik entsprechend eine große Marktchance. Denn sie können ihr Know-how zur Herstellung von Hartmetallfräsern in Dimensionen von wenigen Zehntelmillimetern übertragen.
Auch der Markt der Dentaltechnik kann mit Hochleistungsgeschichtungen bedient werden. Im Hinblick auf Werkzeuggeometrien, Materialbeanspruchung und Dimensionierung sind die Anforderungen der Graphit- und der Zirkonoxid-Bearbeitung vergleichbar. Für Partner von Cemecon ist der Schritt in diesen Markt also vergleichsweise klein. Der Wissenstransfer in die neue Branche ist schnell und einfach umsetzbar.
In der Praxis bewährt: Diamantschichten für den Dentalmarkt
Wie lohnend der Schritt in den Dentalmarkt sein kann, zeigt das Beispiel des taiwanesischen Werkzeugherstellers IDI Precision Machinery Ltd. Als einer der führenden Hersteller von CAD/CAM-Fräswerkzeugen für Formenbau und Dentaltechnik beliefert er neben dem asiatischen Markt vor allem die USA. Im Dentalbereich umfasst das Lieferprogramm des Unternehmens aus Taichung Fräswerkzeuge in Durchmessern von 3 bis 0,3 mm, jeweils in angepassten Varianten für die Werkzeugaufnahmen der gängigen Fräseinheiten-Anbieter.
Über die Zahnersatz-Anwensungen hinaus bietet das Unternehmen Fräswerkzeuge, die speziell für die Bearbeitung von Graphit, Zirkoniumdioxid, Titan, gehärtetem Stahl und Edelstahl entwickelt wurden. Mit Schleiftechnik und Prozesskontrollen sind die Spezialisten aus Taichung in der Lage, Werkzeugprofile mit Toleranzen von bis zu ±0,002 mm zu realisieren.
Bei der Diamantbeschichtung seiner Werkzeuge setzt IDI vollständig auf Cemecon. Der taiwanesische Hersteller nutzt für alle Werkzeuge den Service des weltweit größten Beschichtungszentrums in Würselen. Dort werden täglich bis zu 80.000 Werkzeuge mit den vom Unternehmen selbst entwickelten Anlagen beschichtet. IDI erhält so die gewünschte Beschichtungsqualität. Organisiert man die Logistik richtig, lohnen sich auch die Transportwege, welche die Werkzeuge aus Taichung nach Deutschland zurücklegen. Denn die Gleichmäßigkeit und Homogenität der Cemecon-Beschichtung auf den Werkzeugen sorgt für maximale Fräsqualität mit minimalen Toleranzen, wie der Beschichtungsspezialist mitteilt. Ein wichtiges Argument, mit dem IDI seine Kunden und diese wiederum ihre Abnehmer überzeugen – Zahnärzte und Zahntechniker mit Fachwissen und Qualitätsansprüchen. Dank Werkzeugen mit Cemecon Diamantgeschichtungen können sie sich auf maßhaltige Zerspanungsergebnisse bei Zuverlässigkeit und einfachem Handling verlassen.
Anwendungsspezifisch beschichtet Cemecon sogar Werkzeuge mit nur 0,2 mm Durchmesser – hier spielt der Weltmarktführer für Diamant-Beschichtungen seine mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Entwicklung dieser Technik auch im Sinne dieser Anforderungen aus.
Mit Mikrowerkzeugen groß ins Geschäft kommen
Cemecon ist nach eigenen Angaben stolz darauf, den Kunden auch in neuen Geschäftsfeldern zum Erfolg zu verhelfen. „Der Dentalbereich ist weit mehr als ein Nischenmarkt – er ist ein wachstumsstarker Technologietreiber, der industrielles Denken mit medizinischem Anspruch verbindet“, fasst Gerhard Hagedorn, Cemecon Produktmanager, Diamond, zusammen. „Für Werkzeughersteller mit Erfahrung im Mini- und Mikrobereich für die Graphitbearbeitung bietet sich hier die Möglichkeit, ihre Kompetenz auf einen weiteren, margenstarken Absatzmarkt zu übertragen – ohne dass sie das Rad neu erfinden müssen.“ Auch „Neueinsteigern“ liefert Cemecon gerne die Schichtwerkstoffe für die Bearbeitung des hoch abrasiven Materials.


