Deutsche Autohersteller verlieren weiter an Wettbewerbsfähigkeit

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Die deutschen Automobilhersteller haben im ersten Quartal 2026 erneut schlechter abgeschnitten als ihre internationalen Wettbewerber. Nach einer Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY verzeichneten Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz sowohl bei Umsatz als auch beim Gewinn deutliche Rückgänge.

Während die neunzehn weltweit größten Automobilkonzerne ihren Umsatz insgesamt um knapp zwei Prozent steigerten, mussten die deutschen Hersteller einen Umsatzrückgang von vier Prozent hinnehmen. Gleichzeitig sank ihr Gewinn um 23 Prozent. Deutlich besser entwickelten sich die US-Hersteller, deren Gewinne um 83 Prozent zulegten.

Margen auf niedrigstem Niveau seit Jahren

Branchenweit geriet die Profitabilität weiter unter Druck. Die durchschnittliche Umsatzrendite der untersuchten Hersteller sank von 5,3 auf 3,5 Prozent und erreichte damit den zweitniedrigsten Wert der vergangenen zehn Jahre. BMW erzielte mit 6,5 Prozent die höchste Marge unter den deutschen Herstellern, vor Mercedes-Benz mit 6,0 Prozent und Volkswagen mit 3,3 Prozent. Vor vier Jahren hatten die drei deutschen Hersteller zusammen noch eine durchschnittliche Marge von über 13 Prozent erreicht.

China entwickelt sich zum Problemmarkt

Besonders belastend wirkt sich nach EY-Angaben die Entwicklung in China aus. Der Fahrzeugabsatz der deutschen Hersteller ging dort im ersten Quartal um 16 Prozent zurück. Der Anteil Chinas am weltweiten Absatz deutscher Autobauer sank damit auf 26,4 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 lag dieser Wert noch bei knapp 40 Prozent. Als Ursachen nennt EY den intensiven Wettbewerb auf dem chinesischen Markt sowie die starke Position heimischer Hersteller insbesondere im Elektrofahrzeugsegment.

Strukturwandel erhöht den Druck

Nach Einschätzung von EY befindet sich die deutsche Automobilindustrie weiterhin in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Hohe Investitionen in Elektromobilität und Software, zunehmender Wettbewerbsdruck aus China sowie geopolitische Unsicherheiten belasteten die Ergebnisse.

Gleichzeitig treiben die Hersteller Sparprogramme, Produktionsverlagerungen und Effizienzmaßnahmen voran, um ihre Kostenstrukturen an die veränderten Marktbedingungen anzupassen. Eine kurzfristige Erholung der Branche sei angesichts der weltwirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten derzeit nicht in Sicht.

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