BASF hat am 26. März 2026 den neuen Verbundstandort in Zhanjiang in der südchinesischen Provinz Guangdong offiziell eingeweiht. Der Standort erstreckt sich über rund vier Quadratkilometer und ist auf die Versorgung des chinesischen Marktes ausgelegt. Produziert werden dort Basischemikalien, Zwischenprodukte und Spezialchemikalien für Anwendungen in Transport, Konsumgütern, Elektronik, Haushaltsreinigung und Körperpflege.
Chemieproduktion für den chinesischen Markt
In Zhanjiang beschäftigt BASF mehr als 2.000 Mitarbeitende. Der überwiegende Teil der dort hergestellten Produkte ist für Kunden in China bestimmt und folgt damit dem lokalen Produktionsansatz des Konzerns. Die Investition in den Standort beläuft sich auf rund 8,7 Milliarden Euro.
Verbundstruktur und erneuerbare Energie
Am Standort sind 18 Anlagen und 32 Produktionslinien in Betrieb, auf denen mehr als 70 Produkte hergestellt werden. Eine zentrale Rolle spielt der Steamcracker mit einer Kapazität von 1 Million Tonnen Ethylen pro Jahr. Er ist als Flex-Feed-Anlage ausgelegt und kann verschiedene Rohstoffe wie Naphtha und Butan verarbeiten. Die Stromversorgung des Werks erfolgt vollständig aus erneuerbaren Quellen, unter anderem über langfristige Grünstromverträge und Investitionen in einen Offshore-Windpark. Durch Verbundintegration, Prozessinnovationen und den Einsatz erneuerbarer Energie sollen die CO2-Emissionen gegenüber einem konventionellen petrochemischen Standort um bis zu 50 Prozent sinken.
Siebter Verbundstandort weltweit
Zhanjiang ist der siebte Verbundstandort von BASF weltweit und nach Ludwigshafen und Antwerpen der drittgrößte. Das Projekt wurde 2018 angekündigt, der Grundstein 2019 gelegt. Erste Produktionsanlagen gingen 2022 und 2024 in Betrieb, zum Jahreswechsel 2025/2026 starteten die ersten integrierten Wertschöpfungsketten. BASF betreibt den Standort vollständig in eigener Verantwortung.


