SEHON Innovative Lackieranlagen GmbH

SEHON Innovative Lackieranlagen GmbH
Geschäftsfelder: Lackieranlagen, Lackierkabinen, Trocknungsanlagen, Maschinen und Anlagen für Lackierbetriebe und -prozesse.
Zielgruppen: Industrie, Handwerk, Oberflächentechnik
Mitarbeiter: 80
Jahresumsatz: 18 Mio. Euro
Gesprächspartner: Tiemo Sehon, CEO und geschäftsführender Gesellschafter
Interview
Was für ein Resümee ziehen Sie für das Jahr 2025?
Unser Umsatz hat sich in den vergangenen Jahren weiter positiv entwickelt, auch im Jahr 2025. Daran hatte unsere Spezialisierung auf Energiesparen und Nachhaltigkeit im gesamten Lackierbetrieb sowie bei Lackieranlagen im Neubau und bei Bestandsanlagen wesentlichen Anteil. Bei Investitionen setzen Kunden verstärkt auf ganzheitliche, zukunftsorientierte Konzepte und hochwertige, langlebige Technik.
Wie haben sich Ihre Zielmärkte entwickelt, gab es positive oder negative Überraschungen?
Unsere Zielmärkte haben sich erwartungsgemäß entwickelt. Einerseits bestand eine hohe Nachfrage nach energetischer Modernisierung, andererseits konnten wir trotz Investitionszurückhaltung vieler Unternehmen auch bei Neubauten den Umsatz wesentlich steigern.
Angesichts der globalen geostrategischen Entwicklungen und Perspektiven, halten Sie ein Umdenken in Bezug auf den Nachhaltigkeitsfokus der vergangenen Jahre für notwendig?
Wir halten es für wichtig, dass die Regierung die Durchsetzung der Nachhaltigkeitsziele nicht um jeden Preis erzwingt, sondern sich an den globalen Mitbewerbern Deutschlands orientiert. Andernfalls erleiden deutsche Unternehmen weitere Wettbewerbsnachteile, die sich negativ auf die Volkswirtschaft auswirken.
Welche Entwicklung erwarten Sie im nächsten Jahr für die internationalen Märkte?
SEHON konzentriert sich traditionell kunden- und lieferantenseitig auf Europa. China, die USA oder Russland gehören nicht zu unseren Zielmärkten.
Wie wichtig sind Anstrengungen, um eine größere Autarkie Europas bei Fertigungsketten und Energieversorgung zu erreichen?
Zunächst muss in Deutschland für eine stabile und grundlastsichere Energieversorgung gesorgt werden. Die ablehnende Haltung gegenüber der Nutzung günstiger Atomenergie sollte überdacht werden.
Welche Erwartungen haben Sie für 2026, was die Energiepreise angeht?
Wir gehen von weiter steigenden Energiepreisen aus.
Sehen Sie Ansätze zum Bürokratieabbau in Deutschland oder innerhalb Europas?
Durch permanent neue Gesetze wird die Bürokratie zwangsläufig immer weiter ausgebaut. Bestehende Gesetze und Verordnungen sollten auf ihre Notwendigkeit geprüft und vereinfacht werden. Unternehmen sollten durch grobe Leitlinien mehr Handlungsspielraum und Eigenverantwortung bei der Umsetzung von Vorschriften erhalten.
Welche Erwartungen haben Sie für 2026 bezüglich der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung?
Wir erwarten keine allgemeinwirtschaftlichen Verbesserungen auf globaler Ebene, in der EU oder in Deutschland. Für unsere Branche rechnen wir mit Zurückhaltung bei Neubauten, aber weiterhin mit erhöhtem Bedarf bei der Modernisierung von Lackieranlagen und Lackierbetrieben.
Welche weiteren Erwartungen haben Sie für 2026, welche Herausforderungen sehen Sie?
Der aktuelle Auftragseingang lässt darauf schließen, dass wir auch 2026 eine Vollauslastung und einen Umsatz auf dem Niveau von 2025 erreichen werden. Die Herausforderungen durch schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen bleiben bestehen. Neue Wachstumsmärkte sehen wir in Osteuropa, insbesondere in Polen.

