FRIES Kunststofftechnik GmbH

Geschäftsfelder:
Industriespül- und Reinigungskörbe, Kunststoffverpackungen, Gläserspülkörbe für Gastronomie, Technische Formteile aus Kunststoff
Zielgruppen:
Industrieunternehmen mit Reinigungs- oder Fertigungsprozessen, Unternehmen mit Automatisierungsbedarf, Branchen, in denen Präzision, Stabilität und Prozesssicherheit wichtig sind
Mitarbeiter:
250
Jahresumsatz:
41 Mio.
Gesprächspartner:
Gerhard Bertsch, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing (CSO)
Interview
Was für ein Resümee ziehen Sie für das Jahr 2025?
Trotz einer verhaltenen Marktsituation ziehen wir für 2025 ein solides Fazit. Auftragslage und Auftragseingang blieben stabil, besonders im Bereich individuell angepasster Reinigungskörbe. Gleichzeitig verzeichneten wir eine leichte Zunahme an Projekten mit Fokus auf Automatisierung. Umsatzseitig konnten wir das Vorjahresniveau halten, ein Ergebnis, das gut zur weiterhin vorsichtigen Investitionsbereitschaft der Branche passt und zeigt, dass sich der frühere Krisenmodus zunehmend als neue Normalität etabliert hat.
Wie haben sich ihre Zielmärkte entwickelt, gab es positive oder negative Überraschungen?
In unseren klassischen Zielmärkten haben sich die Entwicklungen 2025 unterschiedlich dargestellt. Besonders spürbar war der Rückgang in der Automobilindustrie, der sich in geringeren Investitionen und einer insgesamt vorsichtigeren Projektplanung zeigte. Gleichzeitig haben sich neue, spezialisierte Einsatzbereiche aufgetan, etwa im Umfeld sicherheitstechnischer und verteidigungsrelevanter Anwendungen. Diese Märkte erfordern ebenfalls hochwertige Werkstückträger, sodass wir unsere Expertise auch dort gezielt einbringen können, ohne dass dies unser Kerngeschäft dominiert.
Welche Entwicklung erwarten Sie im nächsten Jahr für die internationalen Märkte?
Für 2026 erwarten wir stabile, aber selektive Entwicklungen auf den internationalen Märkten. Als europäisches Unternehmen setzen wir auf Fertigung vor Ort, was uns unabhängig von geopolitischen Schwankungen und Handelsbarrieren macht. China bleibt global wichtig, doch unsere Kernmärkte liegen in Europa, wo wir flexibel auf Nachfrageschwankungen reagieren können.
Wie wichtig sind ihrer Meinung nach Anstrengungen, um eine größere Autarkie von Europa bezüglich der Fertigungskette, aber auch der Energieversorgung zu erreichen?
Wir sehen die Bestrebungen zu mehr Autarkie in Europa als relevant. Lokale Produktion und kurze Lieferketten erhöhen Sicherheit und Flexibilität, zugleich agieren wir weiterhin in einem globalen Markt, in dem internationale Vernetzung wichtig bleibt. Tragfähige Strategien sind für uns die Stärkung regionaler Fertigung, gezielte Investitionen in moderne Technologien und effiziente Energieerzeugung kombiniert mit einer Diversifikation von Lieferanten. So verbinden wir europäische Unabhängigkeit mit globaler Flexibilität.
Welche Erwartungen haben Sie für 2026, was die Energiepreise angeht?
Für 2026 erwarten wir weiterhin ein herausforderndes Umfeld bei den Energiepreisen, auch wenn sich die Lage gegenüber den extremen Schwankungen der vergangenen Jahre etwas stabilisiert hat. Für uns ist es daher wichtig, den Energieeinsatz effizient zu gestalten und gleichzeitig alternative Energiequellen zu prüfen, um Kostenrisiken zu minimieren. Mit diesen Maßnahmen wollen wir unsere Produktion zuverlässig planen und gleichzeitig auf mögliche Preisentwicklungen flexibel reagieren können.
Welche Erwartungen haben Sie für 2026 bezüglich der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung, sowohl auf europäischer als auch auf globaler Ebene? Was erwarten Sie speziell für die Tätigkeitsfelder Ihres Unternehmens?
Für 2026 erwarten wir auf europäischer Ebene eine moderate, aber stabile wirtschaftliche Entwicklung. Unternehmen investieren weiterhin gezielt, wobei Prozessoptimierung, Automatisierung und Effizienzsteigerung im Vordergrund stehen. Global rechnen wir mit einem differenzierten Bild. Einige Märkte bleiben dynamisch, andere entwickeln sich vorsichtiger, abhängig von geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Für unsere Tätigkeitsfelder bedeutet das, dass die Nachfrage nach individuell angepassten Lösungen zur Prozessautomatisierung weiter stabil bleibt.
Welche weiteren Erwartungen haben Sie für 2026, welche Herausforderungen sehen Sie?
Für 2026 erwarten wir stabile Nachfrage, besonders im Bereich Automatisierung und Rückverfolgbarkeit. Positiv sehen wir die zunehmende Digitalisierung von Produktionsprozessen. Herausforderungen bleiben volatile Energiepreise, mögliche Lieferengpässe und vorsichtige Investitionsbereitschaft. Als lösungsorientierter Partner setzen wir auf Flexibilität und stabile Planung, um diesen Entwicklungen gerecht zu werden.

